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Sebastian Vettel warnt: Miami wird es in 50 Jahren nicht mehr geben!

Miami ist vom ansteigenden Meeresspiegel bedroht: Sebastian Vettel versucht über verschiedene Aktionen, darauf aufmerksam zu machen

(Motorsport-Total.com) - Die Klimakrise bestimmt immer mehr das Leben auf unserem Planeten. Dennoch gerät die wohl größte Krise unserer Zeit medial ins Hintertreffen, angesichts von Ukraine-Krieg und Corona-Pandemie. Einer, der die Auswirkungen der globalen Erderwärmung immer wieder ins Gedächtnis ruft, ist Sebastian Vettel.

Sebastian Vettel

Mit diesem T-Shirt machte Sebastian Vettel auf die Klimakrise aufmerksam Zoom

Auch beim allerersten Miami-Grand-Prix der Formel 1 versucht der viermalige Weltmeister, Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Am Donnerstag tauchte Vettel mit einem T-Shirt im Fahrerlager auf, auf dem er davor warnt, dass Miami im Jahr 2060 einen Grand Prix unter Wasser erleben könnte - aufgrund des angestiegenen Meeresspiegels.

Vettel verweist darauf auch mit seinem Helmdesign in Miami. Daraufhin von den Kollegen von 'Sky Deutschland' angesprochen, sagt er: "Ich wundere mich. Wir kommen hierher und das Thema ist nicht so präsent. Es ist ja eine Tatsache, dass mit der Klimakrise die Temperaturen steigen. Der Druck auf die Pole wächst und das Eis schmilzt, und damit steigt der Meeresspiegel."


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"Und Miami hat ja jetzt schon Probleme mit Hochwasser, wenn es teilweise Stürme gibt. Aber wenn der Meeresspiegel an sich steigt, ist das noch ein viel größeres Problem und wenn dann noch eine Flut obendrauf kommt, dann viel mehr."

Sebastian Vettel will Zeichen setzen

Wenn man der Wissenschaft glaube, dann sei klar, "dass wir in 50 Jahren hier nicht mehr stehen werden", fährt Vettel mit seinem flammenden Appell fort. "Und das ist dann schon überraschend, wenn man sieht, dass neu gebaut wird und es irgendwie nicht so ankommt in den Köpfen der Leute. Und das war die Idee, mit einem einfachen Zeichen zu zeigen, dass es in Zukunft hier anders aussehen wird."

Miami zählt aufgrund seiner Lage zu den am stärksten von der Klimakrise betroffenen Städten, besonders aber der Vorort Miami Beach. Er liegt direkt an der Atlantikküste und befindet sich gerade einmal einen Meter über dem Meeresspiegel. Ein steigender Meeresspiegel ist für die Region ebenso bedrohlich, wie die zunehmende Anzahl von Hurrikans.

Alleine in den vergangenen 30 Jahren wurde die Metropolregion im Süden Floridas von 14 Hurrikans heimgesucht. Hervorzuheben sind hier Hurrikan Andrew im Jahr 1992, Hurrikan Katrina im Jahr 2005 und Hurrikan Irma im Jahr 2017, die alle drei zu den fünf stärksten Hurrikans in der Geschichte der Vereinigten Staaten zählen.

"Miami Beach wird verschwinden"

Ein weiteres Merkmal der globalen Erderwärmung: Selbst, wenn von heute auf morgen kein CO2 mehr emittiert werden würde, würde sich ein Effekt erst Jahre später bemerkbar machen. "Es gibt ja diesen Effekt, der nachzieht", klärt Vettel auf.

"Es ist wichtig, dass man versteht, dass es wirklich ernst ist, dass viele Leute hier ihr zuhause verlieren werden, und Südflorida in Zukunft ganz, ganz anders aussieht. Die Everglades werden verschwinden, Miami Beach wird verschwinden. Die Leute, die eben in Miami wohnen und arbeiten, sind die, die als erstes betroffen sein werden."


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Vettel weiter: "Es schaut ohnehin nicht so optimistisch aus. Aber bei all dem Pessimismus ist es wichtig, sich den Optimismus zu bewahren und zu sagen: 'Hey, wir müssen einfach was tun.' Und wenn das in Zukunft so ist, dass die Landschaft hier anders aussehen wird, dann müssen wir uns anpassen, dann müssen wir die Leute umsiedeln und so weiter."

Die negativen Auswirkung der Klimakrise beschränken sich nicht nur auf Miami - sie treffen jedes Land, auch Deutschland. Die Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 ist da nur das jüngste Beispiel dafür. "Deswegen ist das ein Thema, dass uns alle als Bürger dieser Welt angeht", stellt Vettel daher abschließend klar.

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