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Sebastian Vettel rätselt: Was hat den Schaden ausgelöst?

Ein Schaden am Unterboden hielt Sebastian Vettel beim Freitagstraining der Formel 1 in Silverstone an der Box, doch die Ursache dafür ist noch unklar

(Motorsport-Total.com) - Das Team wies Sebastian Vettel im Formel-1-Freitagstraining in Silverstone auf einen Schaden am Unterboden seines Aston Martin AMR22 hin. Vettel reagierte irritiert: "Ich bin nirgends von der Strecke abgekommen." Trotzdem musste er zur Reparatur in der Box bleiben und verlor wichtige Fahrzeit. Bitter besonders, weil im verregneten ersten Training kaum jemand gefahren war.

Sebastian Vettel im Aston Martin AMR22 beim Formel-1-Rennen 2022 in Silverstone

Sebastian Vettel im Aston Martin AMR22 beim Formel-1-Rennen 2022 in Silverstone Zoom

Am Ende belegte Vettel mit 1:30.238 Minuten den zwölften Platz unter 20 Fahrern, gut 1,3 Sekunden hinter der Spitze und rund drei Zehntel hinter seinem Teamkollegen Lance Stroll (hier das komplette Trainingsergebnis abrufen!). Doch es sind nicht so sehr diese Abstände, die Vettel beschäftigen, sondern der Unterboden-Schaden.

"Das müssen wir uns noch anschauen", meint Vettel. "Es ist ja normal, dass ab und zu ein bisschen was kaputtgeht. Ich denke aber, es ist nichts, was wir nicht in den Griff kriegen könnten."

Vettel vermutet, es habe sich vielleicht um ein streckenspezifisches Problem gehandelt. Die Updates von Aston Martin als Auslöser schließt der Deutsche aus: "Es hat eher was zu tun mit der Strecke, den höheren Geschwindigkeiten, den schnelleren Kurven. Und es lagen noch weitere Teile herum auf der Fahrbahn, also vermute ich mal, andere Fahrer hatten ähnliche Schwierigkeiten."

In der Tat: Ganz zum Schluss im zweiten Freien Training räuberte Lewis Hamilton im Mercedes W13 so hart über die Randsteine in Copse, dass ein Teil der hinteren Bremsverkleidung abflog. Und Daniel Ricciardo funkte nach einem Ausflug an der gleichen Stelle, das Team möge den Unterboden seines McLaren MCL36 auf Schäden überprüfen.

Vettel: Was das Problem für das weitere Wochenende bedeutet

So oder so: Vettel glaubt nicht an ein Handicap für den weiteren Verlauf des Wochenendes (alle Formel-1-Einheiten im Liveticker verfolgen!): "Das [Problem] hat uns etwas Zeit gekostet, aber für Samstag sollte es wieder passen."


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Bleibt die Frage, wo Aston Martin dann steht. Wieder knapp am Ende der Top 10 wie im Freitagstraining mit Stroll und knapp dahinter mit Vettel? Letzterer will sich nicht festlegen, zumal er keinen vollen Trainingstag habe absolvieren können. "Andererseits: So ging es allen, glaube ich." Insgesamt sei sein Freitag "schon in Ordnung" gewesen.

"War natürlich schwierig, den Rhythmus zu finden", sagt Vettel. "Zum Schluss war ich nochmal draußen, dann waren alle mit viel Sprit unterwegs. Also ja, nicht der normale Freitag, aber ich glaube, wir haben jetzt ein bisschen Zeit, und am Samstag sollten wir besser dastehen. [Am Freitag] hat ja niemand wirklich viele Runden geschafft."

Deshalb sei er "bisher nicht" vorbereitet auf die entscheidenden Einheiten, das Qualifying und das Rennen. Begründung: "Wir haben nicht alles geschafft, was wir normalerweise tun, auch aufgrund des [verregneten] ersten Trainings."

Vettel mit fünf Runden auf Intermediates

Da hatte Vettel als einer von nur zehn Fahrern überhaupt eine Rundenzeit gesetzt, war mit 1:59.168 Minuten auf Intermediates aber über 16 Sekunden hinter der Bestzeit von Valtteri Bottas im Alfa Romeo C42 zurückgeblieben. Vettel hatte es bei seinen fünf Runden auf nasser Strecke aber auch nicht auf gute Zeiten abgesehen gehabt.

Ihm wären trockene Bedingungen viel lieber gewesen, um die jüngsten Neuteile am Aston Martin AMR22 besser einschätzen zu können, so der viermalige Weltmeister. Er habe daher "noch nicht so ein richtiges Gefühl", wie die Updates anschlagen.


Fotostrecke: Formel 1 2022 in Silverstone: Das Wichtigste zum Freitag

"Silverstone ist natürlich eine ganz andere Strecke als die Strecken zuletzt, deswegen wäre es schöner gewesen, ein paar Runden mehr zu haben", erklärt Vettel. "Jetzt, wie gesagt, schauen wir uns das in Ruhe an und dann gucken wir, was das Wetter am Samstag macht."

Mehr Regen angekündigt in Silverstone

Die aktuelle Wetterprognose sieht weiteren Regen vor, Vettel aber wäre es laut eigener Auskunft "egal", was von oben kommt. "Ich glaube aber, für das Auto oder für das Kennenlernen in dem Sinne, was die neuen Teile angeht, wären wahrscheinlich trockene Bedingungen besser. Aber im Endeffekt [ist die] Hauptsache, [das Wetter ist] konstant."

"Sehr schwierig" werde es bei "so einem Mischmasch", sagt Vettel, "halbe Strecke nass, halbe Strecke trocken". Das hatte die Formel 1 schon im ersten Freien Training lange in den Boxen gehalten. "Das ist dann schade, weil wir nicht fahren, auch für die Leute [auf den Tribünen und vor dem Fernseher]", meint Vettel.

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