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Sebastian Vettel: Offen für eine zweite Karriere als Teamchef

Sebastian Vettel bei 'Beyond the Grid': Warum in seinem Haus keine Rennfahrer-Fotos hängen und wie er sich sein Leben nach der Formel 1 vorstellen könnte

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel kann sich gut vorstellen, nach seiner aktiven Karriere als Grand-Prix-Pilot einen Motorsport-Rennstall zu leiten: "Das hängt davon ab", sagt er in einem Interview mit dem Formel-1-Podcast 'Beyond the Grid'. "Ich stehe vielen Dingen offen gegenüber. Vielleicht."

Sebastian Vettel und Britta Roeske

Sebastian Vettel mit Medienbetreuerin Britta Roeske am Nürburgring Zoom

"Kann aber auch sein, dass es absolut nie in die Richtung geht, weil mir etwas anderes unterkommt, in das ich mich verliebe", lässt sich der viermalige Weltmeister alle Möglichkeiten offen. "Wie Jody." Eine Anspielung auf Jody Scheckter, 1979 auf Ferrari Weltmeister und heute ein erfolgreicher Landwirt mit Fokus auf Bio-Lebensmittel.

"Ich sage nicht, dass ich das Gleiche wie er machen werde", grinst Vettel. "Aber letztendlich geht es darum, glücklich und zufrieden mit dem zu sein, wer du bist. Das ist leicht gesagt - aber sehr schwierig zu erreichen."

"Glücklich sein" ist für ihn ohnehin das wichtigste Ziel im Leben, so der 33-Jährige in dem philosophisch angehauchten Interview mit Podcast-Host Tom Clarkson. "Klingt doof, ist aber so." Und was Glück in Zukunft für ihn bedeuten könnte, so Vettel, wisse er heute noch nicht.

Vettel: "Bin finanziell unabhängig"

Aktuell empfindet er sich als glücklich: "Es ist ein großes Privileg, dass ich etwas gefunden habe, was mich erfüllt und was ich liebe", sagt er. "Sind wir mal ehrlich: Ich habe einen Punkt erreicht, an dem ich finanziell unabhängig bin. Das gibt mir die Möglichkeit, viele Dinge auszuprobieren. Mein Leben ist sehr privilegiert."


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Auch wenn das Leben als millionenschwerer Formel-1-Star nicht nur Sonnen-, sondern auch Schattenseiten hat: "Ich bin kein großer Freund des Ruhms", sagt Vettel zum Beispiel. "Das lässt sich halt nicht vermeiden. Ich bin aber nicht davon abhängig und finde es ganz cool, wenn Menschen nicht wissen, wer ich bin oder was ich tue."

Der Privatmann und der Rennfahrer Vettel, das sind zwei verschiedene Persönlichkeiten. Zumindest versucht der Deutsche seit Jahren, sein öffentliches von seinem privaten Leben strikt zu trennen. Seine Ehefrau taucht so gut wie nie an der Rennstrecke auf, von seinen Kindern gibt es keine Fotos im Boulevard. Seine Privatsphäre ist Vettel heilig.

Zu Hause keine Formel-1-Bilder an der Wand

Und so, wie er das Privatleben nicht an die Rennstrecke mitnimmt, nimmt er auch die Rennstrecke nicht ins Privatleben mit: "Wenn ich nach Hause komme, erinnert nicht viel ans Rennfahren. Und das finde ich gut so. Es hängen keine Fotos von mir an der Wand. Das wollte ich in meinem Haus nie haben. In unserem Zuhause geht es nicht um meine Rennfahrerei, sondern um unsere Familie."


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Was freilich nicht bedeutet, dass ihm sein Leben als Rennfahrer nichts bedeutet - ganz im Gegenteil. Dass sein erster WM-Pokal eine Zeit lang am Küchentisch stand, damit er ihn jeden Tag bewundern konnte, ist überliefert. Und auch sonst ist Vettel einer, der sich nicht leicht von Erinnerungsstücken trennen kann.

Wie Niki Lauda seine Pokale zu verschenken, käme für den in der Schweiz lebenden Heppenheimer nicht in Frage: "Ich bin ein Sammler", lächelt er. "Ich hebe viel auf, weil ich mir denke, dass es eines Tages vielleicht schön ist, es zu haben. Kleine Geschenke von Fans, Briefe, Zeichnungen. Aber das frisst nach so vielen Jahren ganz schön viel Platz ..."

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