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Sebastian Vettel: Darum habe ich das Abi fertig gemacht

Sebastian Vettel ist froh, dass er 2006 die Schule abgeschlossen und sein Abitur gemacht hat - Nicht bei jedem jungen Sportler klappt es auch mit der Profilaufbahn

(Motorsport-Total.com) - Was wäre wohl aus Sebastian Vettel geworden, wenn es mit der großen Karriere als Rennfahrer nicht geklappt hätte? Eine Frage, die sich der viermalige Formel-1-Weltmeister heute wohl eher selten stellt. In seiner Jugend war das allerdings durchaus ein Thema, das den Heppenheimer und vor allem auch seine Eltern beschäftigt hat. Deswegen hat der Ferrari-Pilot seinerzeit auch die Schule abgeschlossen und sein Abitur gemacht.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel hat 2006 sein Abitur mit einem Schnitt von 2,8 bestanden Zoom

"Die Türen stehen mir offen, auch später im Leben, mich noch anderweitig zu orientieren", erklärt Vettel diesen Schritt und ergänzt: "Natürlich ist es aus meiner Sicht sehr schön, dass das damals alles aufgegangen ist und dass das alles geklappt hat. Für mich ist mein Traum in Erfüllung gegangen, dass ich mein Hobby, meine Leidenschaft zum Beruf machen konnte. Aber das ist eben keine Selbstverständlichkeit."

Auch in anderen Sportarten setzen Jugendliche häufig alles auf eine Karte - und gehen damit ein großes Risiko ein. Denn häufig kann bereits eine Verletzung dafür sorgen, dass der Traum von der Profikarriere von heute auf morgen zerplatzt. "Jeder, der früher Sport betrieben hat und vielleicht mal die Hoffnung hatte, in den Profisport zu gelangen, weiß, dass der Weg auch anders sein kann, dass es nicht immer klappt, sondern in den meisten Fällen irgendetwas dazwischen steht", weiß auch Vettel.

"Vielleicht geht hier oder da das Talent aus, eine Verletzung, andere Umstände. Deswegen war es mir damals sehr wichtig, dass ich meine Schule durchziehe und fertig mache", so der 27-Jährige. Das sieht jedoch nicht jeder so. Im Jahr 2011 hatte Fußballtrainer Felix Magath mit seiner Aussage, dass sein damaliger Spieler Julian Draxler kein Abitur brauche, für große Aufregung gesorgt und einige Kritik hervorgerufen.


Fotostrecke: Vettels beste Red-Bull-Momente

Vettel ist jedenfalls froh, dass er damals auf seine Eltern gehört hat: "Wie gesagt, die Türen stehen mir noch offen. Weil man damals nicht sagen konnte, wie das mal wird, ob das alles klappt, war es auch für meine Eltern sehr wichtig, dass ich die Schule zumindest ganz normal fertig mache." Einfach war das jedoch nicht immer. Als der Heppenheimer 2006 sein Abitur machte, war er bereits in der Formel-3-Euroserie aktiv.

"Mir war es damals sehr wichtig, dass ich meine Schule durchziehe." Sebastian Vettel

"Natürlich war es hinten raus nicht so einfach, denn ich hatte dann doch die meisten Fehlstunden", erinnert sich der Ferrari-Pilot und erklärt mit einem Lachen: "Auch der Rekord war meiner, aber darauf war ich nicht so stolz!" Im Endeffekt hat sich diese "Doppelbelastung" allerdings ausgezahlt. Vettel schaffte nicht nur sein Abitur mit einem Schnitt von 2,8, sondern erfüllte sich kurze Zeit später auch seinen Traum von der Formel 1. Er weiß allerdings ganz genau, dass alles auch anders hätte kommen können...

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