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  • 30.09.2022 · 20:36

  • von Kevin Hermann

Schumacher nach Trainingsdebüt in Singapur: "Habe noch Luft gelassen"

Mick Schumacher sagt, er habe in den ersten beiden Freien Trainings in Singapur noch nicht alles riskiert, will die Karten aber im dritten Training auf den Tisch legen

(Motorsport-Total.com) - Zwar ist Mick Schumacher kein Formel-1-Rookie mehr, trotzdem fuhr der Deutsche am Freitag zum ersten Mal auf der Strecke in Singapur, nachdem die Formel 1 coronabedingt seit 2019 kein Rennen mehr auf dem Marina Bay Street Circuit austragen konnte.

Mick Schumacher

Mick Schumacher während des FT2 in Singapur Zoom

Der Haas-Pilot sieht nach dem Trainingstag noch großes Potenzial nach oben, denn mit Platz 19 im zweiten Freien Training ist er nicht gerade zufrieden: "Es ist sehr holprig und sehr warm und es gibt viele Möglichkeiten, Fehler zu machen."

"Es ging also nur darum, diese Runden zu fahren, hier und da etwas auszuprobieren, aber auf der anderen Seite sehen wir, dass die Leute, die schon einmal hier waren, einen großen Vorteil haben, weil sie wissen, wo sie das Auto positionieren müssen."

Schumacher hofft auf Q3-Einzug

"Ich würde sagen, ich habe noch genug Luft gelassen. Man will ja nicht alles riskieren. Ich habe einige Videos gesehen, in denen einige Leute viel näher am Limit gefahren sind. Ich habe mich da rausgehalten, um meine Runden drehen zu können. Ich denke, alles, was man auf dieser Strecke braucht, ist die Zeit. Und das war es, was ich erreichen wollte", analysiert Schumacher.

Das Fahrverhalten des Haas scheint jedoch auch noch nicht ganz zu passen, obwohl der Deutsche betont, dass die generell steiferen Autos in dieser Saison nicht besonders gut zur Strecke in Singapur passen: "[Die Autos] sind sehr steif, das spürt man am meisten um Kurve fünf herum bei der Einfahrt. Denn es ist dort wie ein Abschnitt mit Wellen, die den Aufprall immer größer werden lassen, wenn man einlenken will."

Trotz aller Anlaufschwierigkeiten hofft Schumacher "idealerweise auf einen Einzug ins dritte Qualifyingsegment, obwohl das im Moment sehr schwierig aussieht". Zudem hat er vor, am Ende des dritten Trainings zum ersten Mal etwas mehr zu riskieren.

Magnussen rechnet mit "sehr, sehr hartem Rennen"

Bis dahin will er die Daten seines Teamkollegen Kevin Magnussen studieren, der sich mit dem 13. Platz etwas besser geschlagen hat. "Es hilft natürlich, dass Kevin schon auf dieser Strecke war, es hilft aber nicht, dass ich es nicht war", so Schumacher.

"Aber wenn man in den Rhythmus kommt, kann man wieder darüber nachdenken. Sicherlich werden wir heute Abend einige lange Besprechungen haben. Auch darüber, was wir morgen machen wollen."


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Sein Haas-Teamkollege Magnussen war mit dem Tag deutlich zufriedener, obwohl auch er betont, dass das Rennen mit den steifen Autos schwierig werden könnte: "Es war gut. Wir haben noch nicht die perfekte Balance, aber ich bin froh, dass ich im Mittelfeld mitmische."

"Wir werden heute Abend ein paar interessante Dinge tun, um zu sehen, ob wir die richtige Balance finden. Und dann können wir hoffentlich morgen stärker sein", hofft der Däne. Über den Streckenasphalt sagt er: "Er war nicht besser. Es ist sehr, sehr holprig und körperlich anstrengender als früher, denke ich. Es wird also ein sehr, sehr hartes Rennen werden."

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