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  • 29.07.2009 19:14

Schumacher freut sich auf sein Comeback

Die Katze ist aus dem Sack: Nach fast drei Jahren Rennpause plant Michael Schumacher ein sensationelles Comeback in der Formel 1

(Motorsport-Total.com/SID) - Rekordweltmeister Michael Schumacher steht vor einem spektakulären Comeback in der Formel 1. Der 40-Jährige bereitet sich derzeit darauf vor, für den verletzten Felipe Massa beim nächsten Rennen am 23. August in Valencia einzuspringen und damit nach knapp drei Jahren sein Renncomeback zu geben.

Titel-Bild zur News: Michael Schumacher

Rekordweltmeister Michael Schumacher soll für Felipe Massa einspringen

"Obwohl das Thema Formel 1 für mich seit langem und komplett abgeschlossen war, kann ich aus Verbundenheit zum Team diese unglückliche Situation nicht ignorieren. Als Wettkämpfer, der ich nun mal bin, freue ich mich aber auch auf diese Herausforderung", schreibt Schumacher auf seiner Internetseite. Seine Sprecherin Sabine Kehm ergänzt: "Michael steht bereit. Wenn alle Tests und Untersuchungen gut verlaufen, dann wird er starten."#w1#

Ferrari teilte mit, man wolle Schumacher so lange in das Massa-Auto setzen, bis der Brasilianer wieder genesen sei: "Michael Schumacher ist bereit. In den kommenden Tagen wird er ein spezifisches Trainingsprogramm absolvieren und danach wird seine Teilnahme am Europa-Grand-Prix am 23. August bestätigt", heißt es auf der Internetseite der Italiener.

"Als Wettkämpfer, der ich nun mal bin, freue ich mich aber auch auf diese Herausforderung." Michael Schumacher

Wann Massa, der ein guter Freund Schumachers ist und auch sein bislang letzter Teamkollege bei Ferrari war, wieder in den Rennzirkus zurückkehren kann, ist völlig offen. Auch die Dauer des Schumacher-Comebacks ist damit ungewiss. Eine Woche nach Valencia steht das Rennen in Spa-Francorchamps auf dem Programm, wo der Stern Schumachers aufging, als er am 25. August 1991 sein erstes WM-Rennen bestritt und ein Jahr später auch den Premierensieg feierte.

Schon damals war Manager Willi Weber an Schumachers Seite, das Comeback sieht er aber eher skeptisch: "Die Entscheidung hat Michael selber getroffen und Ferrari-Präsident Montezemolo hat gesagt, dass er ihn überredet habe. Ich stehe jetzt natürlich voll dahinter. Wir müssen gucken, dass wir das Beste daraus machen", sagt Weber. Dass der einst überragende Schumacher aber gleich wieder um die Spitze mitfahren wird, bezweifelt er: "Vielleicht ist das Auto auch gar nicht gut genug." Ein längeres Engagement Schumachers auch nach einer Rückkehr Massas schließt Weber derzeit aus.

Schumacher erklärte am Mittwoch, er habe sich am Nachmittag mit Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Ferrari-Teammanager Stefano Domenicali besprochen und dann "haben wir gemeinsam entschieden, dass ich mich darauf vorbereiten werde, für Felipe einzuspringen". Massa liegt nach seinem schweren Unfall beim Qualifying zum Grand Prix von Ungarn in Budapest am vergangenen Samstag noch im Krankenhaus.

Kurz nach dem Unglück waren bereits erste Spekulationen über eine Rückkehr des siebenmaligen Champions aufgekommen, Schumacher hatte das aber ebenso wie sein Manager Willi Weber zunächst ausgeschlossen: "Es macht keinen Sinn, dass ich jetzt über Angebote spreche. Intensive, ernsthafte Gespräche haben sich nicht ergeben, weil meine Entscheidung steht", hatte Schumacher noch vor dem Massa-Unfall bekräftigt.

¿pbvin|512|1723||1|1pb¿Doch Ferrari ließ ganz offensichtlich nicht locker und dem einstigen Seriensieger juckt es nach Ausflügen aufs Motorrad wieder in den Fingern. Nach Informationen der italienischen Sporttageszeitung 'Tuttosport' hatte die Scuderia Schumacher mit einer Verlängerung seines millionenschweren Beratervertrages ködern - und damit auch das Comeback anschieben wollen.

Schumacher hat in seiner einmaligen Karriere bislang 250 Grand-Prix-Rennen bestritten und dabei 91 Siege gefeiert. Sein Debüt gab er fast genau 18 Jahre vor seinem nun bevorstehenden Comeback am 25. August 1991 in Spa-Francorchamps im Jordan-Ford. 1994 und 1995 mit Benetton sowie 2000, 2001, 2002, 2003 und 2004 mit Ferrari wurde er Weltmeister.

Sein bislang letztes Rennen für die Roten aus Maranello fuhr der Kerpener am 22. Oktober 2006 in Sao Paulo. In Valencia würde er als Teamkollege von Kimi Räikkönen an den Start gehen.

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