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  • 22.01.2004 · 09:36

  • von Marcus Kollmann

Schumacher: "Bridgestone hat eine Menge Potenzial"

Um die Weiterentwicklung forcieren und die Konkurrenzfähigkeit besser beurteilen zu können, testet Schumacher ab heute wieder

(Motorsport-Total.com) - Schon in der letzten Saison spielten die Reifen, allgemein auch als das schwarze Gold der Königsklasse bezeichnet, in der Titelentscheidung eine bedeutende Rolle. 2004 wird das nicht anders sein.

Michael Schumacher

Sitzt ab heute wieder im Ferrari und wird Reifen testen: M.Schumacher

Konnten Ferrari und Bridgestone das Formtief im letzten Jahr nach Mammut-Testfahrten noch überwinden und schließlich doch die zwischenzeitlich schon einmal von vielen Tifosi verloren geglaubten Weltmeisterschaftstitel holen, so scheinen die Michelin-Pneus derzeit einfach konstant schnellere Rundenzeiten zuzulassen.#w1#

Weil der Rückstand der Bridgestone-bereiften Teams auf die Gegner mit den französischen Pneus im November und Dezember nicht selten locker 2 Sekunden pro Runde betrug, den Eindrücken von den Testfahrten aus Barcelona in dieser Woche aber nicht so gravierend zu sein scheint wie es damals erschien, muss nun wieder Michael Schumacher ran.

Der Ferrari-Pilot ist in Sachen Reifenentwicklung der einzige Fahrer dessen Aussagen Bridgestone wirklich Aufschluss über die eigene Konkurrenzfähigkeit, sowie Vorzüge und Schwächen der bislang konstruierten neuen Reifenmischungen und -konstruktionen geben.

"Michael kann uns exakt erklären wie die Reifen in jeder Kurve reagieren, ob gut oder schlecht. Bei ihm ist es so, als wäre jede Runde auf DVD aufgezeichnet. Diese Gabe eines perfekten Erinnerungsvermögens gibt es nicht noch einmal in der Formel 1. Das hilft uns als Reifen-Ingenieuren enorm weiter", erklärte Bridgestones Chef der Reifenentwicklung dem 'Express', warum man auf den Deutschen angewiesen ist.

Auch wenn Schumacher eigentlich erst nach der Präsentation des neuen Ferrari wieder in den Testbetrieb einsteigen wollte, so wird der 35-Jährige nun schon ab heute im F2003-GA auf dem Circuit de Catalunya zum Einsatz kommen.

Sorgen, dass man gegen die Michelin-Teams in diesem Jahr chancenlos ist, hat Schumacher keine - zumindest nicht nach außen hin. Er vertraut darauf, dass die italienisch-japanische Zusammenarbeit wieder Früchte tragen wird: "Ich glaube, dass Ferrari gut gerüstet ist. Bridgestone hat eine Menge Potenzial", gibt sich Michael Schumacher derzeit zuversichtlich.

Wie groß die Lücke zwischen Michelin und Bridgestone ist, wird man zumindest bei Ferrari nach dem heutigen Testtag genauer abschätzen können.

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