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Schanghai: Alonso Schnellster im ersten Training

Ein technisches Problem bei Mercedes, ein kurioser Ausritt bei Lotus und eine Bestzeit für den neuen Ferrari-Teamchef: Fernando Alonso in China an der Spitze

(Motorsport-Total.com) - Einstand nach Maß für den neuen Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci: Gleich im ersten Freien Training unter seiner Amtszeit sicherte sich heute Morgen in Schanghai Fernando Alonso (1:39.783 Minuten) die Bestzeit. Auf den Plätzen landeten Nico Rosberg (Mercedes/+0,398) und Daniel Ricciardo (Red Bull/+0,989). Besonders aussagekräftig waren die eineinhalb Stunden jedoch nicht, sodass Experte Marc Surer die Bestzeit eher als "Gruß an den neuen Chef" interpretiert denn als genuine Steigerung der Scuderia im Vergleich zu den ersten drei Saisonrennen.

Fernando Alonso

Fernando Alonso setzte in der ersten Session in Schanghai die Trainingsbestzeit Zoom

Alonso absolvierte 20 Runden, die besonders wichtig waren, weil sein Teamkollege Kimi Räikkönen nur eine einzige Installation-Lap schaffte. Der "Iceman" war wegen des Verdachts auf ein Problem mit dem ERS zum Zuschauen verdammt. Mattiacci kam ganz lässig mit Sonnenbrille an der Strecke an, verhielt sich weitgehend ruhig und beschränkte sich darauf, die Arbeit seines neuen Personals zu beobachten. Sehr viel mehr kann er an diesem Wochenende voraussichtlich nicht bewirken.

Erster Verfolger war der Sieger von 2012, Rosberg, trotz eines Ausritts gegen Ende der Session. Lewis Hamilton landete im zweiten Mercedes auf Rang acht, 1,777 Sekunden hinter Alonso. Allerdings lief beim Sieger der vergangenen beiden Rennen technisch nicht alles rund: "Das Team untersucht noch, was das Problem ist", twitterte das Team während des Trainings.

Mercedes-Power wirkt sich auf der langen Geraden aus

Zwischen den beiden Silberpfeilen klassierten sich neben Ricciardo noch Jenson Button (McLaren/+1,187), Nico Hülkenberg (Force India/+1,392), Kevin Magnussen (McLaren/+1,583) und Jean-Eric Vergne (Toro Rosso/+1,722) - ein Ergebnis, aus dem man tendenziell ablesen kann, dass die Teams mit Mercedes-Antrieb wieder im Vorteil sein könnten. Das gilt insbesondere für den letzten Sektor mit der 1,3 Kilometer langen Geraden.

Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull) drehte 19 Runden und wurde mit 1,846 Sekunden Rückstand Neunter, leistete sich ebenfalls einen kleinen Ausritt. Damit war er bei maximal 14 Grad kühlen Temperaturen, kaum spürbarem Nieselregen und versmogten Verhältnissen aber nicht der Einzige. Am buntesten trieb es Daniil Kwjat (11./Toro Rosso/+2,194), der mit seiner ruppigen Schaltung Schwierigkeiten hatte und plötzlich in der Haarnadel entgegengesetzt zur Fahrtrichtung stand.

Wieder ein peinlicher Fauxpas von Maldonado

Fast schon peinlich der Ausritt von Pastor Maldonado gleich zu Beginn: Der Lotus-Pilot fuhr ohne jede Reaktion in einer Linkskurve geradeaus und rumpelte durch die chinesische Botanik. "Ich glaube, der hat am Lenkrad was verstellt und dabei nicht auf die Strecke geschaut. So etwas habe ich noch nie gesehen", wundert sich Experte Surer über das nächste Blackout des venezolanischen Heißsporns.


Probleme technischer Natur gab es bei Jules Bianchi (18./Marussia/+4,379), bei dem die Benzinzufuhr nicht richtig funktionierte, und bei Esteban Gutierrez (19./Sauber/+4,487), der wegen einer defekten Kupplung zeitweise zuschauen musste. Auch Sergio Perez (15./Force India/+2,950) kam nicht problemlos über die Runden: "Wir hatten ein DRS-Problem", berichtet Teamchef-Stellvertreter Robert Fernley.

Die beiden Freitagstester, die heute Morgen zum Einsatz kamen, blieben über weite Strecken unauffällig, erledigten ihre Aufgaben aber grundsolide. Felipe Nasr (13./Williams/+2,482) blieb knapp sechs Zehntelsekunden hinter Landsmann und Teamkollege Felipe Massa (10.) zurück, während Giedo van der Garde (Sauber/+2,832) 14. wurde. Am Nachmittag darf anstelle des Niederländers dann wieder Stammfahrer Adrian Sutil ran.

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