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  • 10.06.2016 · 19:56

  • von Dieter Rencken & Dominik Sharaf

Sainz vor Kanada besorgt: Q3 war noch nie so schwierig

Der Spanier sieht seine Truppe in Montreal und in Baku in unvorteilhafter Lage und scheint sich damit abgefunden zu haben, einen Rückschlag verkraften zu müssen

(Motorsport-Total.com) - Toro Rosso könnte beim Kanada-Grand-Prix am Wochenende zurückgereicht werden und hinter den Erwartungen zurückbleiben, befürchtet Pilot Carlos Sainz. Der Spanier sieht seine Farben in Montreal deshalb im Nachteil, weil das Motorenpower fordernde Layout der Strecke seinem Auto mit einem Ferrari-Vorjahresantrieb nicht entgegenkommt. "Auf der Geraden sind wir immer die Langsamsten", ärgert sich Sainz. Das geht schlussendlich auch zu Lasten des Kurvenspeeds.

Carlos Sainz

Zu wenig Power im Heck: Carlos Sainz blickt schwierigen Zeiten entgegen Zoom

Denn mit weniger PS im Kreuz benötigen er und Daniil Kwjat weniger steile Flügel, um auf den Geraden nicht völlig wehrlose Opfer zu sein. "Wir mussten etwas weniger Abtrieb einstellen, als wir eigentlich wollten", unterstreicht Sainz, der mit Blick auf die Rennpremiere in Aserbaidschan von einer kniffligen Phase für Toro Rosso spricht: "Leider werden diese Rennen schwierig für uns - und sie bedeuten Rückschläge", pustet Sainz durch. "Meine Ziele bleiben Q3 und die Punkte."

Umso ärgerlicher war es, dass Toro Rosso vor zwei Wochen in Monaco bei der Strategie patzte. "Stimmt, die beste Chance war Monaco. Da haben wir eine riesige Gelegenheit verpasst, auf das Podium zu fahren", meint Sainz, sieht aber noch vor der Sommerpause besseres Terrain als Kanada auf sich und seine Truppe zukommen. "Silverstone und Budapest spielen uns in die Karten", sagt er.