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Debüt in Sotschi: Mercedes zunächst nur knapp vorn

Nico Rosberg und Lewis Hamilton setzen sich im ersten Training zum Grand Prix von Russland an die Spitze: Vorsprung der Silberpfeile nur knapp

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 hat ihre ersten Runden auf der neuen Strecke in Sotschi absolviert. Im ersten Freien Training zum Grand Prix von Russland gab es an der Spitze das erwartete Ergebnis: Nico Rosberg setzte sich in 1:42.311 Minuten knapp gegen seinen Teamkollegen Lewis Hamilton (+0,065 Sekunden) durch. Bei besten Bedingungen mit viel Sonne und sommerlichen Temperaturen hatten viele Piloten jedoch mit den Tücken der neuen Piste zu kämpfen.

Nico Rosberg

Nico Rosberg entschied die erste Session in Sotschi knapp für sich Zoom

Auf dem brandneuen Asphalt gab es in der ersten Session nicht allzu viel Grip. Immer wieder rutschten die Piloten in den Bremszonen weiter geradeaus als geplant, Schäden gab es während es Trainings jedoch nicht. Im Fokus stand wie erwartet der erste Sektor. Beim Anbremsen der zweiten Kurve nahmen die Formel-1-Stars immer wieder den Auslauf mit, es gab unteren anderem einen Dreher von Jenson Button. Der McLaren-Pilot fiel jedoch auch sehr positiv auf.

Button legte in Sotschi los wie die Feuerwehr. In der Frühphase war der Brite phasenweise klar schnellster Mann. Der McLaren scheint auf dem recht schnellen Kurs gut zu funktionieren, die Simulation in Woking hat offenbar ein sehr gutes Setup aus dem Stand ermöglicht. Am Ende der Session hatte Button in 1:42.507 Minuten nicht einmal zwei Zehntelsekunden Rückstand auf die Mercedes. Allerdings dürfte bei den Silberpfeilen noch mehr gehen: beide Piloten klagten über Vibrationen von der Bremse.

Red Bull bislang weit zurück

Hinter den schnellsten Drei war Fernando Alonso (4./+0,409) im Ferrari mit einem guten Tempo unterwegs. Der Spanier war eine halbe Sekunde schneller als sein Teamkollege Kimi Räikkönen (8./+0,901), an dessen F14 T die vorderen Bremsen zu Beginn der Session einige Probleme bereiteten. Schneller als der Finne waren Kevin Magnussen (5./McLaren), Sergio Perez (6./Force India) und Daniil Kwjat (7./Toro Ross), die allesamt einen Rückstand von rund acht Zehntelsekunden auf die Spitze hatten.


Fotos: Großer Preis von Russland, Freitag


Enttäuschend verlief die Session aus Sicht von Williams. Das britische Team wurde bislang als Geheimfavorit für Sotschi gehandelt. Im ersten Training kamen Valtteri Bottas (10./+1,231) und Felipe Massa (11./+1,430) nicht aus dem grauen Mittelfeld heraus. Der Finne konnte aus kuriosem Grund nur neun Runden fahren: Eine Heizdecke hatte einen Pneu seines zweiten Reifensatzes verschmort. Einen weiteren Satz wollte man im ersten Training nicht investieren.

Abgesehen von der Bestzeit für Nico Rosberg gab es aus deutscher Sicht nur wenig Positives im ersten Durchgang. Nico Hülkenberg (Force India/+1,665) kam nur auf Rang 13. Direkt dahinter: Sebastian Vettel (Red Bull/+2,195) und Adrian Sutil (Sauber/+2,314), die bereits erheblichen Rückstand hatten. Der russische Youngster Sergei Sirotkin (17.) feierte ein solides Debüt im Sauber, Caterham-Tester Roberto Merhi (19.) war schneller als Teamkollege Marcus Ericsson und Marussia-Einzelkämpfer Max Chilton.

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