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Ricciardo: Leclerc ist "die verspätete Version von Bianchi" bei Ferrari

Spannende Theorie von Formel-1-Fahrer Daniel Ricciardo: Er glaubt, Charles Leclerc hat bei Ferrari den Erfolg, der eigentlich Jules Bianchi zugedacht war

(Motorsport-Total.com) - "Bianchi wäre jetzt bei einem Topteam und hätte sicher bereits Rennen gewonnen. Das ist, was diese Geschichte so traurig macht", sagt Daniel Ricciardo. Der Formel-1-Fahrer glaubt nämlich: Wäre Jules Bianchi 2014 beim Japan-Grand-Prix in Suzuka nicht schwer verunfallt und an den dabei erlittenen Verletzungen verstorben, er wäre heute ein Formel-1-Superstar.

Daniel Ricciardo, Jules Bianchi

Kannten sich aus jungen Jahren: Daniel Ricciardo und Jules Bianchi Zoom

Das zeige sich am Beispiel von Charles Leclerc, der wie Bianchi dem Ferrari-Nachwuchsprogramm entstammt. "In gewisser Weise habe ich den Eindruck, Charles macht jetzt das, was Jules gemacht hätte", erklärt Ricciardo. "Es scheint fast so zu sein, als wäre Charles die verspätete Version von Jules, mit dem Erfolg, den er jetzt hat."

In der Tat hat Leclerc die Chance bekommen, die Bianchi verwehrt geblieben ist: den Aufstieg ins Ferrari-Werksteam. Mehr noch: Leclerc entwickelte sich dort fast sofort zur neuen Messlatte im Team und schlug in seinem ersten Ferrari-Jahr sogar den viermaligen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel.

Wie nahe sich Bianchi und Leclerc wirklich standen

Was viele nicht wissen: Bianchi und Leclerc kannten sich nicht nur, sondern standen sich persönlich sehr nahe. Bianchi war sogar der Patenonkel des acht Jahre jüngeren Leclerc.

Ob Bianchi die Ferrari-Hoffnungen an seine Person erfüllt hätte? Ricciardo hat keine Zweifel und meint: "Wir haben ihn leider nie in einem Topauto gesehen. Vielleicht wissen die Leute gar nicht wertzuschätzen, wie gut er hätte sein können."


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Alleine der Monaco-Grand-Prix 2014 aber zeige, aus welchem Holz Bianchi geschnitzt gewesen sei. "Er holte damals die ersten Punkte für Marussia", sagt Ricciardo. "Und Monaco ist wie Macau, da gibt es keine Glückstreffer. Das Resultat hatte er sich absolut verdient."

Neun Rennen nach seinem einzigen Top-10-Ergebnis in der Formel 1 verunglückte Bianchi in Suzuka und starb über ein halbes Jahr später in seiner französischen Heimat Nizza. Seine Startnummer 17 wird in der Formel 1 nicht mehr neu vergeben.

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