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"Reverse-Grid"-Rennen für Sebastian Vettel "komplett der falsche Weg"

Warum der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel überhaupt nichts von einer gestürzten Startaufstellung hält und was er anders machen würde

(Motorsport-Total.com) - Was, wenn der Schnellste aus dem Qualifying nicht mehr ganz vorne, sondern ganz hinten in der Startaufstellung stehen würde? Diese Überlegung gibt es in der Formel 1, und nach dem turbulenten Italien-Grand-Prix in Monza wird sie wieder einmal diskutiert. Sebastian Vettel aber spricht sich klar gegen Reverse-Grid-Rennen aus und meint: "Ich halte das für den komplett falschen Weg."

Daniil Kwjat, Kimi Räikkönen, Charles Leclerc, Romain Grosjean, Sebastian Vettel, George Russell

Startaufstellung mal anders: Sebastian Vettel hält nichts von Reverse Grids Zoom

Begründung: "Es spricht ganz einfach Bände, wenn man in diese Richtung denkt, nämlich dafür, dass man es nicht geschafft hat, Regeln aufzustellen und Maßnahmen zu ergreifen, die das Feld näher zusammenführen und das Racing auf der Strecke verbessern."

Als Beispiel für einen aktuellen "Fehlschlag" der Regelmacher nennt Vettel den Umbau der Formel-1-Frontflügel für die Saison 2019. "Das hat alle Beteiligten einen Haufen Geld gekostet, aber beim Racing hat sich nicht viel getan", erklärt der Deutsche.

Vettel: Künstliche Eingriffe schaden dem Sport

Wenn, dann werde wohl erst das neue Formel-1-Reglement ab 2022 Abhilfe schaffen. "Darauf ruhen die Hoffnungen", sagt Vettel. "Das müssen wir hinkriegen und die Hauptprobleme lösen, statt auf eine Lotterie zu setzen."


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Künstliche Spannung, zum Beispiel durch eine gestürzte Startaufstellung, das spreche "gegen den Sport und den Wettbewerb", meint Vettel.

Und er wolle keine "geschenkten" Siege, sondern sich auf der Strecke beweisen, sagt er.O-Ton: "Als Sportler gefällt es mir natürlich nicht, wenn andere Leute gewinnen. Das muss ich aber akzeptieren oder selbst bessere Arbeit leisten. Es wäre falsch für den Sport, die Dinge auf diese Weise durcheinanderzubringen."

Haug: Der Schnellste muss nach vorne

Der frühere Mercedes-Sportchef Norbert Haug sieht das ähnlich. Bei 'Sport1' sagt er: "Ich würde nie auf die Idee kommen, einen Schnellen langsamer zu machen - speziell in der Formel 1. Man müsste eher den Langsamen schneller machen."

Sollte die Formel 1 "langweilig" erscheinen, so liege das nicht an dem Team, das vorne fahre, "sondern an denen, die nicht hinterherkommen", meint Haug. "Wenn der Schnellste langsamer gemacht werden soll, können wir die Formel 1 dichtmachen."

"Man kann ja auch Bayern München als Triple-Meister nicht sagen, sie müssen mit einem anderen Ball spielen oder bekommen drei Mann weniger. Der Drang zur Spitze ist das Wesen des Sports, und nicht der Drang zur Verlangsamung."

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