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Renault endlich auf Augenhöhe? "Haben hier Probleme"

Renault hat nicht wie angekündigt alle Probleme mit seiner Antriebseinheit gelöst, sondern bekommt auf der Vollgasstrecke Montreal erneut seine Grenzen aufgezeigt

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich hatte Renault ja vor dem Grand Prix von Kanada angekündigt, dass man nach den Anlaufschwierigkeiten mit dem neuen Antriebsstrang nun erstmals erfahren werde, wo man wirklich steht. Die Franzosen hatten ihr Triebwerk vor allem in Sachen Zuverlässigkeit nun endlich so optimiert, dass man sich bereit fühlte, es mit den Rivalen aufzunehmen.

Remi Taffin

Schwerer Stand: Renault-Einsatzleiter Remi Taffin ist auch in Montreal nicht glücklich Zoom

Tatsache ist aber, dass Renault nach wie großen Rückstand auf Mercedes hat. Das Ergebnis des ersten Trainingstages zeigt, dass die Teams mit den Antriebseinheiten aus Brixworth auf der Ile Notre-Dame die beste Figur abgeben. Während das Werksteam auf eine Runde sehr schnell war, überzeugte Mercedes-Partner Williams vor allem bei den Longruns.

Renault-Partner Red Bull konnte da nicht mithalten, was allerdings keine allzu große Überraschung ist, denn auf dem Circuit Gilles Villeneuve zählt vor allem die Motorleistung - ein Bereich, wo Renault Nachholbedarf hat. "Wie erwartet war das ein schwieriger Tag", gibt Renault-Einsatzleiter Remi Taffin offen zu. "Wir wussten, dass uns die langen Geraden Kopfzerbrechen bereiten würden, da der große Vollgasanteil und der Schwerpunkt auf der Höchstgeschwindigkeit nicht gerade die Stärken unserer Antriebseinheit darstellen."

Den Rückstand auf Mercedes hat man also nicht aufgeholt: "Es gibt immer noch eine Lücke, und wir sehen anhand der Zeiten, dass wir mit unserer gesamten Performance mit dieser Konfiguration für wenig Abtrieb unsere Probleme haben."

Noch gibt man sich in Kanada aber nicht geschlagen: "Es gibt ein paar Tricks, die wir über Nacht anwenden können. Obwohl wir wahrscheinlich nicht alle überholen können, gibt es Raum für Verbesserungen, wodurch wir weiter nach vorne kommen sollten."

Ein Bereich, wo man Verbesserungen angekündigt, diese aber ebenfalls noch nicht ganz durchgezogen hat, ist die Zuverlässigkeit. Und einmal mehr konzentrierten sich die Probleme auf das Toro-Rosso-Team: "Leider mussten wir ein paar Probleme lösen, speziell bei Toro Rosso. Wir hatten heute Morgen bei Jean-Eric Vergne ein Batterieproblem, dann mussten wir Daniils Antriebseinheit tauschen."