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Red Bull will sparen: 1.000-PS-Motoren deutlich günstiger

Helmut Marko fordert eine Antriebsformel, die auf Einheitsteile bei Turbomotor und Hybrid setzt - Formel-1-Neulingen will er das Leben schwer machen

(Motorsport-Total.com) - Wer sich einen neuen Pkw anschafft, der muss für mehr Power meist tiefer in die Tasche greifen. In der Formel 1 gelten andere Gesetze als auf der Straße - zumindest, wenn es nach dem Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko geht. Der Grazer ist der Meinung, mit den beschworenen 1.000-PS-Motoren Geld zu sparen, wenn die Novelle richtig umgesetzt wird. "Mit gewissen Standardteilen wäre eine deutliche Kostenreduktion ohne Weiteres möglich", erklärt er im Gespräch mit 'Speedweek.de'.

Helmut Marko

Helmut Marko will die Piloten mit neuen Motoren wieder mehr herausfordern Zoom

Marko spricht von 20 Millionen Euro pro Jahr, die aktuell für die Antriebe zu Buche schlagen und maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass Privatteams um ihre Existenz kämpfen. "Darum jammern ja alle Teams so", weiß er und geht auf die Details einer 2016 möglichen, aber erst 2017 realistischen Regeländerung ein: "Dazu sollte man ein Einheits-KERS haben und einen Standard-Turbomotor. Dann sinken die Kosten." Es wäre eine Rolle rückwärts für die "grüne" Formel-1-Revolution.

Aktuell sind aufwendige Systeme zur Energierückgewinnung Aushängeschild der Antriebstechnik, die allen voran Mercedes perfektioniert hat. Eine Umgestaltung der aktuellen Triebwerke ohne eine komplette (und damit einmal mehr kostenaufwendige) Neuentwicklung nennt Marko problemlos erzielbar. "Dazu kommt, dass die Autos mit rund 670 PS so einfach zu fahren sind", klagt das Red-Bull-Sprachrohr, das bei Toro Rosso mit Max Verstappen und Carlos Sainz zwei Grünschnäbel installierte.

Felipe Nasrs Galaauftritt in Melbourne liefert ihm weitere Munition: "Jetzt können die ganzen Neulinge mit diesem Fahrzeug sofort wettbewerbsmäßig fahren", hadert Marko und sieht in Sachen Leistung "kaum einen Unterschied sind zu einem GP2-Auto". Der 71-Jährige wünscht sich, dass das Gesamtpaket und das Können der Piloten wieder über Rennsiege entscheiden: "Es sollte nicht sein, dass jener gewinnt, der von den Ingenieuren von einer Hin- und Her-Adjustierung am besten über die Runden kommt."

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