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Red Bull: Fehler an der Tankanlage liefert zu wenig Sprit

Während Mark Webbers Red Bull mit Benzin unterversorgt wurde, opferte Sebastian Vettel Q3 aus taktischen Gründen - Webber wäre auf ähnlicher Strategie unterwegs

(Motorsport-Total.com) - Nach zwei Pole-Positions in den ersten beiden Rennen gab es für das Red-Bull-Team in der Qualifikation von Schanghai wenig zu holen - einmal gewollt und einmal ungewollt. Während Sebastian Vettel in Q3 planmäßig keinen Run hinlegte und somit das Rennen von Rang neun in Angriff nehmen muss, war die Zeitenjagd für Mark Webber schon in Q2 beendet, als er seinen Red Bull aufgrund eines Problem mit dem Benzindruck abstellen musste - so die offizielle Version von Red Bull. Da aber zu wenig Sprit im Tank war, wurde der Australier nachträglich an das Ende der Startaufstellung versetzt.

Mark Webber

Ohne Sprit schaffte es Mark Webbers Red Bull nicht an die Box zurück Zoom

"Wir sind offensichtlich auf einer anderen Strategie als die Autos an der Spitze", erklärt Sebastian Vettel sein Qualifying. Ob das funktionieren wird oder nicht, werden wir morgen sehen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das Richtige getan haben - basierend auf den Fakten, die wir haben. Es war ein anderer Ansatz als sonst, alles hat sich bei jedem auf die letzten paar Minuten konzentriert. Es war sehr still und dann hat jeder die Box in einer Schlange verlassen um die Runde zur gleichen Zeit zu starten. Wir haben den Vorteil, unsere Reifen morgen aussuchen zu können - schauen wir mal."

Ob er nach dem Stallorder-Vorfall in Malaysia wieder seinem Teamkollegen Mark Webber auf der Strecke begegnet, wird sich noch herausstellen - allerdings wird es für den Australier nach der Strafversetzung ungleich schwieriger: "Es war sehr frustrierend", schildert er seine Qualifikation. "In Q1 war es okay, ich fühlte mich wohl im Auto und wir hatten einen guten Plan für den Rest der Session."

"In Q2 haben wir dann Benzindruck verloren, also musste ich das Auto abstellen und konnte nicht mehr zurück in die Box fahren", so Webber. "Ich musste auf der Strecke anhalten, damit war das Qualifying vorbei, bevor es überhaupt richtig angefangen hatte. Wir brauchen morgen ein wenig Glück. Es ist nicht die optimale Startposition, aber wir müssen trotzdem versuchen, noch etwas von dort aus mitzunehmen."


Fotos: Red Bull, Großer Preis von China, Samstag


Auch Teamchef Christian Horner zeigt sich nach dem ernüchternden Ergebnis wenig begeistert: "Es war eine frustrierende Session für das Team und Mark. Unglücklicherweise wurde in Q2 die Spritmenge, die nötig war, nicht vollständig von der Tankanlage geliefert. Das lag an einem Fehler der Zapfsäule, die uns drei Kilo Sprit zu wenig mitgab. Darum haben wir bei Marks In-Lap große Ausfälle im Benzintank-Kollektor gesehen und dem Auto ging unglücklicherweise der Sprit aus, was natürlich sehr frustrierend ist."

"Das Teil wurde sofort für weitere Untersuchungen unter Quarantäne gestellt. Es ist schade, da er es sicherlich in Q3 geschafft hätte. Beide Fahrer hätten die gleiche Strategie fahren sollen. Da wir gesehen haben, dass der weiche Reifen zwar eine sehr gute Performance über eine Runde, aber eine äußerst limitierte Haltbarkeit besitzt, haben wir die taktische Entscheidung gezogen, und sind in Q3 den härteren Reifen gefahren. Das bedeutet, dass Sebastian die Freiheit haben wird, das morgige Rennen auf einem neuen Satz zu beginnen. Es sollte sehr interessant sein, da wir verschiedene Strategien sehen werden."

Die gleiche Meinung teilt auch Thierry Salvi, der bei Red Bull für die Renault-Motoren zuständig ist: "Heute war rundum ein enttäuschendes Resultat, aber das passiert eben nun einmal. Unglücklicherweise gab es ein Problem mit der Zapfsäule an Marks Auto, wodurch nicht die richtige Menge Sprit zugeführt wurde. Obwohl wir versucht haben, auf dem Weg zurück Sprit zu sparen, ging uns das Benzin aus. Aber vor uns liegt ein langes Rennen morgen."

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