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Räikkönen: Mit anderen Reifen wäre nichts anders

Lotus-Pilot Kimi Räikkönen sieht weniger in den Pirelli-Reifen als vielmehr im Verbot des Nachtankens den Grund für die Verschiebung der Kräfteverhältnisse

(Motorsport-Total.com) - Während sich die Formel-1-Gemeinde derzeit genüsslich darüber streitet, ob die Pirelli-Reifen der Generation 2012 dank ihres unberechenbaren Verhaltens nun gut oder schlecht für die Königsklasse sind, prallen diese Diskussionen an "Iceman" Kimi Räikkönen wie so oft scheinbar spurlos ab.

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen wünscht sich mehr Service an der Box als nur den Reifenwechsel Zoom

Der finnische Ex-Weltmeister, der bei seinen ersten Auftritten für Lotus durchaus zu überzeugen wusste und sich nach Platz drei in Barcelona enttäuscht darüber zeigte, dass er das Rennen nicht als Sieger beendete, sieht in den italienischen Gummis nicht den ausschlaggebenden Faktor für die Vielzahl an siegreichen Fahrern und Teams anno 2012.

"Ich finde nicht, dass sich das Wesen der Formel 1 durch die Reifen verändert hat", wird Räikkönen von 'Turun Sanomat' zitiert. Für den Weltmeister des Jahres 2007 gibt es einen anderen Grund, warum sich die Kräfteverhältnisse in diesem Jahr regelmäßig verschieben. "Es liegt an der Menge Sprit, die wir an Bord haben", sagt der Finne und mutmaßt: "Ich glaube nicht, dass wir mit den Reifen derartige Probleme hätten, wenn wir mit 50 oder 60 Kilogramm Sprit in die Rennen gehen würden."


Räikkönen ist der Ansicht, dass sich die Reifen der vergangenen Jahre nicht anders verhalten hätten, wenn das Nachtankverbot bereits früher wieder Einzug gehalten hätte. "Mit den Michelin- und den Bridgestone-Reifen wäre es nicht anders gewesen, wenn wir damals schon so viel Benzin wie jetzt mitgeschleppt hätten", so der Lotus-Pilot, dessen erste Formel-1-Karriere beim Saisonfinale 2009 in Abu Dhabi zu Ende ging.

In den Jahren 1994 bis 2009 war das Nachtanken in der Formel 1 wieder erlaubt, nachdem es zuvor zehn Jahre lang verboten war. Seit der Saison 2011 müssen die Piloten wie schon zwischen 1984 und 1993 ohne Tankstopp über die komplette Renndistanz kommen. Abschließend bricht Räikkönen eine Lanze für Pirelli: "Diese Reifen sind im Qualifying sehr gut. Sie bieten guten Grip und sind insgesamt gute Reifen."

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