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Prost: Entscheidung fällt morgen - Stoddart bangt mit

Am Dienstag entscheidet sich ob Prost Grand Prix weiter existiert; Paul Stoddart warnt vor einem Aussterben der kleinen Teams

(Motorsport-Total.com) - In wenigen Stunden wird feststehen, ob es Alain Prost gelungen ist einen Retter für sein vor dem Aus stehendes Team zu finden oder nicht. Genauso gespannt die Angestellten, warten derzeit auch zahlreiche Fans auf eine positive Nachricht aus der Teamzentrale in Guyancourt.

Alain Prost

Prost hofft, dass sein Team auch 2002 in Australien an den Start geht

Nachdem sich die Lage zwischenzeitlich als äußerst aussichtslos darstellte, hatte sich Alain Prost zuletzt zuversichtlich gezeigt den Konkurs in letzter Minute doch noch abwenden zu können. Der Grund hierfür waren plötzlich mehrere vorliegende Angebote. So hatte nicht nur eine Gruppe französischer Investoren einen Vorschlag zur Rettung gemacht, sondern es auch verschiedene Angebote anderer Interessenten gegeben.

"Zuletzt gab es ein Angebot einer Gruppe, welche bereit ist 46 Millionen EURO zu investieren. Dadurch würde es uns ermöglicht werden an der Weltmeisterschaft teilzunehmen", bestätigte der vierfache Weltmeister in einem Zeitungsinterview. Darüber hinaus erklärte Prost, dass er Hoffnung habe, sich jedoch auch auf das Schlimmste vorbereite.

Minardi-Teamchef Paul Stoddart bekundete indes Verständnis für Prosts Lage, erfuhr er doch vor einem Jahr bei der Übernahme von Minardi am eigenen Leib wie hart es ist in der Königsklasse ohne die Unterstützung großer Firmen überleben zu müssen.

"Ich weiß was Prost gerade durchmacht und auch was die Investoren durchmachen werden", erklärte der Australier gegenüber 'Reuters'. Stoddart fügte an, dass der mögliche Retter des französischen Teams mindestens eine Summe von 100 Millionen US-Dollar zur Verfügung haben sollte, da man mit weniger Geld früher oder später wieder Probleme bekommen würde.

Sollte der Konkurs des Prost-Rennstalls nicht doch noch abgewendet werden, so fürchtet Stoddart, dass dies erst der Anfang einer Pleitewelle in der Formel 1 ist: "Bis es nicht eine fairere Verteilung der Einnahmen in der Formel 1 gibt, wird Prost sicherlich nicht das letzte Team gewesen sein welches vor dem Aus steht. Die Formel 1 verschlingt enorme Mengen an Geld und die reichen Teams werden reicher und die armen Teams ärmer", beklagte der Teamchef, dass die Verteilung der Einnahmen grundlegend überdacht werden müsse, da sonst über kurz oder lang die kleinen Rennställe aufhören werden zu existieren.

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