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Pole-Favorit: Vettel dominiert Abschlusstraining

Eine halbe Sekunde Vorsprung auf den Rest der Welt: Nur die McLaren-Piloten und Grosjean lagen im dritten Training innerhalb einer Sekunde mit Sebastian Vettel

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel ist auf dem besten Weg, nach den Siegen in Singapur und Japan den Hattrick perfekt zu machen: Im Abschlusstraining vor dem Qualifying zum Grand Prix von Südkorea stellte der Red-Bull-Pilot in Yeongam eine Bestzeit von 1:37.642 Minuten auf und hängte damit den Rest der Welt um mehr als eine halbe Sekunde ab. "Das ist sehr deutlich, aber der große Unterschied kam erst mit den weichen Reifen", analysiert Experte Marc Surer.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel war im dritten Freien Training in Yeongam eine Klasse für sich Zoom

Vettel legte den Grundstein für seine Überlegenheit im kurvenreichen dritten Sektor, der von der Charakteristik her dem ersten Sektor in Suzuka nicht unähnlich ist. Der Deutsche wurde dort in 20,1 Sekunden gestoppt. Zum Vergleich: Verfolger Lewis Hamilton benötigte im McLaren 20,5 Sekunden. Im ersten und zweiten Sektor waren die beiden fast gleichauf. Unterm Strich bedeutete das einen Unterschied von 0,527 Sekunden nach 17 (Vettel) beziehungsweise zwölf Runden (Hamilton).

Dritter wurde Jenson Button (+0,869), der jedoch auf seiner letzten schnellen Runde im letzten Sektor in Verkehr geriet. McLaren scheint zwar einen sehr guten Rennspeed auf den härteren Prime-Pirellis (Soft) zu haben, doch auf Supersoft brauchen Hamilton und Button zwei, manchmal sogar drei Runden, um das Potenzial voll entfalten zu können. Generell ist der Unterschied zwischen Supersoft und Soft mit einer halben bis maximal einer Sekunde geringer als angenommen.

Coanda: Nicht genug neue Teile für Grosjean

Recht unauffällig sicherten sich die Lotus-Piloten Romain Grosjean (ohne Coanda-Auspuff) und Kimi Räikkönen (mit) die Positionen vier und fünf, die beiden hatten aber bereits eine Sekunde Rückstand auf die Spitze. Sechster wurde WM-Leader Fernando Alonso (+1,024), der sich mit weichen Reifen nicht so stark steigern konnte wie seine direkten Konkurrenten. Felipe Massa (8./+1,149) Sekunden war aber nur unwesentlich langsamer, was für den Ferrari spricht.


Fotos: Großer Preis von Südkorea, Samstag


Im Ferrari-Sandwich klassierte sich Mark Webber an siebter Position. Was der Australier wirklich gekonnt hätte, bleibt aber offen, denn vor dem geplanten Supersoft-Run begannen sich Renault-Mechaniker um ihn zu scharen - offenbar um irgendein Leck zu reparieren, denn es wurden mehrere Papiertücher zum Wagen gereicht. Webber konnte nicht mehr auf die Strecke gehen, war aber bis dahin auf Soft-Reifen auf Augenhöhe mit Vettel.

Mercedes nicht in den Top 10

Pastor Maldonado (Williams/+1,191) zeigte sich mit seinem Auto zufriedener als gestern und wurde Neunter, gefolgt von Nico Hülkenberg (Force India/+1,290), Sergio Perez (Sauber/+1,312) und Nico Rosberg (Mercedes/+1,368). Michael Schumacher (13.) war um eineinhalb Zehntelsekunden langsamer als sein deutscher Teamkollege und klagte im letzten Run über blockierende Vorderräder in den Kurven drei und sechs sowie über Untersteuern in den Kurven elf und 13.

Lewis Hamilton

McLaren scheint erster Herausforderer von Red Bulls Sebastian Vettel zu sein Zoom

Schnellster Vertreter der drei Nachzügler-Teams war trotz Schwierigkeiten mit dem Bremsverhalten und einem damit in Zusammenhang stehenden Umbau Witali Petrow (19./+3,472). Dessen Caterham-Teamkollege Heikki Kovalainen (+3,795) wünscht sich nach dem Training einen mechanischen Setup-Umbau. Timo Glock wurde 22., knapp vier Zehntelsekunden hinter Teamkollege Charles Pic (21./Marussia/+4,042).

Red Bull ist nun klarer Favorit auf die Pole-Position, was möglicherweise am in Singapur eingeführten Doppel-DRS liegen könnte. Das bringt aber im Rennen weniger Performance, weswegen Experte Gary Anderson auch noch andere auf der Rechnung hat: "Die konstanteste Rennsimulation hat am Freitagnachmittag Alonso abgeliefert", berichtet der ehemalige Technische Direktor verschiedener Teams. "Button und Vettel sahen aber auch nicht schlecht aus."

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