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Platz sieben für Hülkenberg: "Unverhofft kommt oft"

Force-India-Pilot Nico Hülkenberg profitiert von den vielen Ausfällen in Melbourne und beendet das Auftaktrennen Saison mit sechs Punkten

(Motorsport-Total.com) - Nach verspäteter Fertigstellung des VJM08 und nur wenigen Testkilometern ist Force India ohne große Erwartungen in das erste Rennwochenende der Formel-1-Saison 2015 gestartet. Mit Nico Hülkenberg auf Startplatz 13 und Sergio Perez direkt dahinter konnte man sich lediglich auf die Zuverlässigkeit des neuen Boliden verlassen und Abwarten, was das Rennen in Melbourne bringen würde. Und die Taktik ging auf: Hülkenberg erreicht Platz sechs und Perez beendet den Grand Prix auf Rang zehn, was für das Team 14 Punkte bedeutet.

"Unverhofft kommt oft", sagt Hülkenberg gegenüber 'RTL'. "Wir haben natürlich von den ganzen Ausfällen profitiert. Vor dem Start waren schon zwei weg, dann noch ein Ferrari und ein Toro Rosso, der uns das Leben schwer gemacht hätte... Wir haben schon ein bisschen darauf spekuliert, dass die Standfestigkeit hier eine Rolle spielen wird. Das hat sich ausgezahlt und jetzt haben wir sechs Punkte. Von daher sind wir sehr zufrieden."

Der Emmericher hatte sich auf Platz 14 qualifiziert und rückte zunächst einen Platz vor, da Valtteri Bottas (Williams) nicht starten konnte. Da auch Kevin Magnussen (McLaren) und Daniil Kwjat (Red Bull) schon vor dem Start aufgeben mussten und es außerdem noch vier Ausfälle im Rennen gab, spülte es die Force-India-India-Jungs in die Punkte.

"Ein verdienter siebter Platz"

"Pessimistisch war ich nicht - aber realistisch", so Hülkenberg bei 'Sky' über seine Einstellung vor dem Rennen. "Wir sind noch immer nicht die Schnellsten und selbst im Rennen war es jetzt nicht so dufte. Aber von 14 auf sieben und sechs Punkte... das hat keiner erwartet. Wir haben von den Ausfällen profitiert, aber wir mussten es auch durchbringen und haben auch einen guten Job gemacht, was die Strategie angeht. Es ist ein verdienter siebter Platz."

"Ein guter Start in die Formel-1-Saison 2015", twittert auch Teamchef Vijay Mallye kurz nach dem Rennen. "Beide Autos in den Punkten. Zufrieden mit der Zuverlässigkeit."

Während Teamkollege Perez sich ganz am Ende des Feldes abrackerte, da er sich nach einer frühen Safety-Car-Phase wegen eines Überholfehlers zurückfallen lassen musste, konnte Hülkenberg jedoch nicht auf Angriff fahren. Daniel Ricciardo (Red Bull) und auch Felipe Nasr (Sauber), die vor ihm ins Ziel kamen, waren für ihn nicht einzuholen.

In Malaysia keine Verbesserung in Sicht


Fotos: Force India, Großer Preis von Australien


"Er sitzt in einem Auto, was deutlich mehr Abtrieb hat", so Hülkenberg über den direkten Konkurrenten Nasr. "Das ist momentan noch unsere Schwachstelle, da müssen wir mit Hochdruck dran arbeiten und Updates bringen. Ansonsten wird es noch eine ziemlich lange und zähe Saison. Wir sind mehr oder weniger stehen geblieben, aber die anderen haben Fortschritte gemacht - Ferrari auch von der Motorenseite her, dadurch hat auch Sauber profitiert. Und Sauber hat auch effizienter gearbeitet, was die Aerodynamik angeht. Deswegen sehen sie ziemlich stark aus."

Auch beim nächsten Grand Prix in Malaysia, der schon in zwei Wochen ansteht, wird Force India wohl noch geduldig sein müssen. "Da kann man nicht viel aufholen", erklärt Hülkenberg. "Es wird einfach ein neues Rennwochenende - neues Glück. Ganz andere Bedingungen, eine andere Strecke - ich glaube, Malaysia wird tendenziell noch schwieriger für uns. Aber warten wir mal ab."

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