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Pirelli: "Vier Stopps sind eindeutig zu viel"

Das Barcelona-Rennen erwies sich als der bisher härteste Prüfstand für die Pirelli-Reifen, sodass die Piloten öfter als geplant an die Box fahren mussten

(Motorsport-Total.com) - Mit vier Boxenstopps zum Sieg in Spanien: Der Weg zum Grand-Prix-Erfolg führte auch in Barcelona nur über die Reifen von Pirelli. Und die wiesen beim fünften Saisonrennen der Formel 1 nur eine sehr geringe Haltbarkeit auf. Die meisten Fahrer mussten ihre Boxencrew im Verlauf der 66 Runden gleich viermal bemühen, einziger Toppilot auf einer anderen Strategie war Kimi Räikkönen (Lotus) mit drei Stopps.

Pirelli-Reifen

Die Pirelli-Reifen sahen nach dem Rennen nicht mehr taufrisch aus, es gab 82 Stopps! Zoom

Fernando Alonso (Ferrari) wechselte viermal seine Reifen und siegte zum Schluss klar vor dem Finnen und seinem Ferrari-Teamkollegen Felipe Massa (Ferrari), der ebenfalls viermal vor der Box vorstellig wurde. "Die Strategie spielte erneut die entscheidende Rolle", hält Pirellis Motorsport-Direktor Paul Hembery fest. Interessanterweise waren die Mischungen Medium und Hard im Rennen fast gleich schnell.

Alonso fuhr beispielsweise dreimal mit Hard und zweimal mit Medium, Räikkönen ließ nur einmal Hard aufziehen. Der Unterschied bei den schnellsten Rennrunden, gefahren von Nico Hülkenberg (Sauber/Hard) und Esteban Gutierrez (Sauber/Medium) betrug lediglich weniger als 0,3 Sekunden. Die große Krux war aber, dass die Reifen schon nach wenigen Runden dramatisch nachließen.


Fotos: Großer Preis von Spanien


"Das Rennen war sehr anspruchsvoll für die Reifen, der Verschleiß war hier so hoch wie bei keinem anderen Grand Prix des Jahres", meint Hembery. "Unser Ziel ist es, dass jedes Auto pro Rennen zwei bis drei Boxenstopps einlegt. Vier Stopps sind eindeutig zu viel. Allerdings passierte das bisher nur ein weiteres Mal: beim Großen Preis der Türkei während unseres ersten Jahres in der Formel 1."

"Wir werden bis zum Rennen in Silverstone einige Veränderungen vornehmen, um unser Ziel zu erreichen", kündigt der Pirelli-Sprecher an. Er fügt hinzu: "Gratulation an Fernando Alonso und Ferrari, die das gesamte Rennen hart arbeiteten, damit sich ihre Vier-Stopp-Strategie auszahlt. Sie setzten die Reifen schon am Freitag und Samstag geschickt ein. Das führte zu vielen Überholmanövern."

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