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  • 31.01.2010 18:01

Petrov: "Es war ein langer Winter"

Renault-Neuzugang Vitaly Petrov im Interview über seinen Traum von der Formel 1 und die Ziele für seine Premierensaison

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Vitaly, du wurdest gerade als Renault-Pilot bekannt gegeben. Das muss aufregend sein, nicht wahr?"
Vitaly Petrov: "Ja, absolut! Für mich war es ein langer Winter, besonders als ich sah, wie ein Fahrervertrag nach dem anderen unterschrieben wurde. Aber ich habe immer daran geglaubt, dass ich zum Zug kommen würde, und jetzt wird dieser Traum dank Renault wahr. Als ich 2003 zum ersten Mal einen Formel Renault 2.0 gefahren bin, hätte ich nicht zu träumen gewagt, dass ich einmal in der Formel 1 für Renault fahren würde. Jetzt kann ich mich ins Cockpit setzen. Ich freue mich auf meine erste Runde in einem Formel-1-Auto. Ich bin mir sicher, das wird fantastisch."

Vitaly Petrov

Vitaly Petrov erhält als erster Russe einen Grand-Prix-Stammvertrag Zoom

Frage: "Freust du dich auf die Zusammenarbeit mit Robert Kubica? Habt ihr euch schon kennengelernt?"
Petrov: "Ich beobachte Robert schon seit ein paar Jahren in der Formel 1 und er scheint mir ein netter Kerl zu sein. Wir stammen beide aus Osteuropa und wir mögen beide Rallyesport und Eisrennen, daher ist er der perfekte Teamkollege für mich. Er ist schon seit vier Jahren in der Formel 1 und hat bereits ein Rennen gewonnen, daher kann ich bestimmt viel von ihm lernen. Ich weiß, dass er sich sehr für mich eingesetzt hat, und dafür möchte ich mich bedanken."#w1#

Frage: "Wie bereitest du dich körperlich und mental auf die neue Saison vor?"
Petrov: "Die körperliche Seite ist viel einfacher, denn Fitnesstraining ist Teil meines Lebens. Vielleicht muss ich mit meinem Coach von Renault noch etwas mehr an der Nackenmuskulatur arbeiten, um da keine Probleme zu bekommen. Die mentale Seite ist aber eine Herausforderung, denn ich habe noch gar nicht richtig realisiert, dass ich Formel-1-Fahrer bin und in Bahrain auf dem Grid stehen werde. Außerdem werde ich als erster Russe in der Formel 1 große Erwartungen schüren. Ich mache mir aber keine Sorgen, denn für die Vorbereitung ist genug Zeit. Die nächsten vier Wochen werden wegen der Testfahrten besonders wichtig. Da kann ich das Team kennenlernen und sicherstellen, dass ich bereit sein werde."


Fotos: Präsentation des Renault R30


Frage: "Worauf freust du dich dieses Jahr am meisten?"
Petrov: "Auf Regenrennen und die Stadtkurse! Ich habe meine Karriere in Russland mit Rallyesprints und Eisrennen begonnen, daher komme ich gut zurecht, wenn es rutschig ist. Außerdem habe ich mein erstes GP2-Rennen in Valencia gewonnen, obwohl ich mit Slicks auf feuchter Strecke gestartet war."

Frage: "Was sind deine Ziele für die kommende Saison?"
Petrov: "So viel wie möglich vom Team und von Robert zu lernen. Ich bin so stolz darauf, dass ich hier sein darf, und ich will den bestmöglichen Job machen. Wenn die Tests losgehen, können wir beurteilen, wo der R30 im Vergleich zu den anderen Teams steht. Erst dann können wir genaue Ziele definieren. Jetzt kann ich nur sagen, dass ich so nahe wie möglich an Robert dran sein möchte und hoffentlich regelmäßig Punkte sammeln werde."

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