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  • 13.04.2015 · 13:00

  • von Dominik Sharaf

Peter Sauber wirft Adrian Sutil mangelnde Motivation vor

Der Teamgründer ist wieder zuversichtlich und überrascht von den Erfolgen, glaubt aber nicht daran, Platz vier in der Konstrukteurs-WM zu halten - Kritik an Ex-Piloten

(Motorsport-Total.com) - Nach der schlechtesten Saison aller Zeiten sieht Sauber Licht am Ende des Tunnels. Vier von sechs möglichen Ergebnissen in den WM-Punkten und Rang vier in der Konstrukteurs-Wertung haben die Zuversicht in Hinwil einziehen lassen. Entsprechend freudig äußert sich Peter Sauber gegenüber dem 'Blick' zur Lage der Nation - und teilt in Richtung Adrian Sutil aus: "Ich will nicht sagen, dass die Piloten im vergangenen Jahr schlechter waren. Aber sie waren nicht wahnsinnig motiviert", so der Teamgründer.

Peter Sauber

Peter Sauber hat wieder gut Lachen: Seine Autos punkten 2015 regelmäßig Zoom

Sutil, mittlerweile Williams-Ersatzfahrer, und sein Ex-Teamkollege Esteban Gutierrez, der in gleicher Funktion bei Ferrari andockte, hätten zumindest in dieser Beziehung bessere Nachfolger erhalten. "Das ist jetzt anders", bemerkt Sauber über die als Paydriver verschrienen Felipe Nasr und Marcus Ericsson, die am Sonntag in China beide punkteten. Ob der 71-Jährige die mangelnde Motivation als Grund für ausbleibenden Erfolg betrachtet oder nur als Folge eines unterlegenen Autos, lässt er offen.

Klar ist jedoch: Sauber selbst scheint wieder Spaß an der Formel 1 zu haben: "Man muss das Glück packen, wenn es vorbeikommt. Schanghai zeigt, dass das Ergebnis von Australien kein Zufall war", so der Schweizer. Das Gras beginnt auch über die Affäre Giedo van der Garde zu wachsen. Es sei "schwierig, über diesen Mist zu sprechen", sagte Sauber in der Startaufstellung von China, wendet kurz darauf aber den Blick auf Erfreuliches, lobt den verbesserten Ferrari-Antrieb und die besseren Strategien.

Von seinen Youngstern ist Sauber überzeugt: "Felipe Nasr haben wir schon seit drei, vier Jahren auf dem Radar. Wir waren immer überzeugt, dass er ein großes Potenzial hat. Dass Marcus Ericsson so dicht dahinter ist, freut mich sehr." Den Aufschwung hält er für ein kleines Wunder, ist sich jedoch darüber bewusst, dass finanzstarke Mannschaften wie Red Bull oder McLaren zurückschlagen werden, während in Hinwil gespart werden muss: "Es ist eine Illusion zu glauben, dass wir diesen Platz halten können. Aber selbst ein sechster Platz am Ende wäre grandios und für unsere Zukunft enorm wichtig. Die Gesamtsituation bleibt schwierig und angespannt."

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