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Perez-Crash sichert Startplatz vor Verstappen: "Tut mir leid für Carlos"

Sergio Perez ärgert sich über seinen Unfall im Qualifying von Monaco, während Carlos Sainz den Unfall nicht vermeiden konnte : "Wäre guter Save gewesen"

(Motorsport-Total.com) - Dass Charles Leclerc nach einem unfallbedingten Abbruch in Q3 von Monaco auf der Poleposition steht, kennt der Monegasse noch aus dem Vorjahr. Doch in diesem Jahr war der Ferrari-Pilot nicht der Auslöser. Stattdessen sorgte Red-Bull-Pilot Sergio Perez mit einem Unfall in Kurve 8 für eine Rotphase, die alle Positionen am Ende der Qualifikation einfror.

Der verunfallte Ferrari F1-75 von Carlos Sainz beim Qulaifying zum Formel-1-Rennen in Monaco

Carlos Sainz' verunfallter Ferrari wird abgeschleppt Zoom

Perez hatte in der Portier-Kurve vor dem Tunnel die Kontrolle über seinen Boliden verloren und war in die Streckenbegrenzung geknallt. Ferrari-Pilot Carlos Sainz konnte anschließend nicht mehr ausweichen und krachte ebenfalls in den Red Bull, sodass beide Fahrzeuge die Strecke komplett blockierten.

Der Mexikaner musste aufgrund eines überschrittenen g-Wertes zur Untersuchung ins Medical-Center, blieb aber unverletzt: "Ich denke, es gab da ein technisches Problem, denn ich habe g-Kräfte im Bereich von 20 gehabt, aber eigentlich ist es ein langsamer Abschnitt und es gibt dort zum Glück TecPro-Barrieren", sagt der Red-Bull-Pilot.

Perez lag zu diesem Zeitpunkt vor Teamkollege Max Verstappen auf Platz drei und wollte noch einmal nach den Ferraris greifen. "Ich war ziemlich nah an meiner eigenen Zeit dran und wollte Zeit gutmachen", erklärt er.

Kein Grip auf der Hinterachse

In Kurve 8 habe er zuvor ein paar Probleme gehabt und wollte sie diesmal antizipieren und früh aufs Gas gehen. "Aber als ich aufs Gas gegangen bin, habe ich auf den Hinterreifen keinen Grip gespürt", sagt er. Schon zuvor habe er bemerkt, dass der letzte Reifensatz nicht auf Temperatur gekommen ist. "Er war ziemlich schwierig zu fahren, und ich habe es schon in Kurve 1 fast verloren", sagt er.

Doch was in Kurve 1 nicht "geklappt" hat, klappte dann in Kurve 8: "Ich habe ein bisschen mit dem Gas gespielt, bis ich es verloren habe", hadert er. "Es ist schade, denn ich glaube, dass wir mehr Pace gehabt hätten", so der Red-Bull-Pilot. "Es tut mir leid für Carlos und für die anderen Jungs. Aber so ist Monaco."

Sainz fuhr zu dem Zeitpunkt direkt hinter Perez und hatte laut eigener Aussage keine Gelegenheit, auszuweichen. "Ich bin aus der blinden Kurve 7 gekommen und habe dann links eine gelbe Flagge gesehen", beschreibt er.

Sainz: "Wäre cooler Save gewesen ..."

"Ich wusste sofort, dass das Auto vor mir gecrasht ist, aber man sieht nicht, wo er gecrasht ist. Du fährst in die Kurve und weißt nicht, wo er sein wird", so Sainz. Er sei auf die Bremse gestiegen und habe versucht, den Kurvenradius so eng wie möglich zu nehmen.

"Aber als ich gerade dabei war, an ihm vorbeizukommen, bin ich etwas stärker auf die Bremse und habe sein Heck mit meinem Heck berührt", sagt Sainz. "Hätte ich das gehalten, wäre es ein ziemlich cooler Save gewesen, weil ich eigentlich keine Zeit hatte, um es abzufangen. So etwas passiert in Monaco."


Crash: So hat Leclerc in Monaco Pole erobert

Charles Leclerc (Ferrari) steht genau wie 2021 auf Poleposition, und genau wie 2021 verhinderte ein Crash, dass sich andere Fahrer noch verbessern konnten. Zum Beispiel Max Verstappen (Red Bull), der laut Helmut Marko noch zum Sturm auf P1 geblasen hätte.Wir analysieren aber auch den entscheidenden Crash an der Tunneleinfahrt, dort, wo Ayrton Senna 1988 seinen legendären Unfall hatte. Und wir werfen wie immer einen Blick auf die beiden Deutschen im Feld, Sebastian Vettel (Aston Martin) und Mick Schumacher (Haas). Weitere Formel-1-Videos

Sainz startet somit morgen im Rennen von Startplatz zwei hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc, eine Position dahinter wird Sergio Perez stehen, der vor Teamkollege Max Verstappen Dritter wurde. Die Frage ist aber noch, wie stark beschädigt der Red Bull von Perez ist, denn Leclerc konnte nach seinem Unfall im Vorjahr nicht an den Start gehen.

"Es sieht schon schlimm aus", findet Perez. "Es sieht hinten sicherlich ziemlich schlecht aus, und was es schlimmer gemacht hat, war der Treffer von Carlos. Das Auto ist ziemlich beschädigt, aber wir werden sehen. Es sollte aber für morgen okay sein."

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