Startseite Menü

Patrick Friesacher: Reiz der Formel 1 ist verloren gegangen

Patrick Friesacher wäre gern noch Formel-1-Fahrer, findet aber, dass die Königsklasse an Reiz verloren hat - Inzwischen für Red Bull tätig

(Motorsport-Total.com) - 2005 fuhr Patrick Friesacher eine Saison lang Formel 1, allerdings war sein Gastspiel beim Minardi-Team von Paul Stoddart schon nach elf Rennen vorbei. Zehn Jahre später ist der Österreicher von der Bildfläche des internationalen Motorsports verschwunden.

Christian Klien, Patrick Friesacher, Alexander Wurz

Patrick Friesacher und Alexander Wurz beim Grand Prix von Österreich 2014 Zoom

So, wie sich die Formel 1 momentan entwickelt, schmerzt es Friesacher nur bedingt, dem Zirkus nicht mehr anzugehören. "Aber auf der anderen Seite", gibt er gegenüber 'ServusTV' zu, "war das Rennfahren immer meine große Leidenschaft. Das habe ich immer mit Herz gemacht und das geht mir natürlich schon sehr ab. Aber so, wie sich die Formel 1 im Moment entwickelt, ist das sicher nicht der richtige Weg. Da muss sich sicher was ändern. Ich wäre trotzdem gern dabei."

"Der Reiz ist ein bisschen verloren gegangen", sagt Friesacher und begründet: "Erstens durch den Motorensound, weil der gehört einfach dazu. Früher hat man einen V10- oder einen Zwölfzylinder gehört - das ist ganz was Besonderes. Zweitens durch das Reifen- und Benzinsparen. Ich finde, die sollen einfach so schnell fahren, wie die Autos gehen."

Der heute 34-Jährige musste seine Formel-1-Karriere nach Platz 19 beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone beenden, angeblich wegen ausstehender Sponsorenzahlungen an das Minardi-Team. Im Jahr 2010 tauchten dann Medienberichte auf, wonach der damalige Kärtner Landeshauptmann Jörg Haider das Friesacher-Engagement mit Bestechungsgeldern von russischen Geschäftsleuten finanziert haben soll.

Friesacher blieb nach dem Aus in der Königsklasse Demofahrer für Stoddarts Minardi-Doppelsitzer, versuchte sich kurzzeitig in der A1GP-Serie, fuhr 2008 in der ALMS und verunglückte im selben Jahr bei A1GP-Testfahrten in Le Castellet schwer. Seither ist er keinem festen Motorsport-Engagement mehr nachgegangen. Heute arbeitet er als Instruktor auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg.

"Ich habe dort mit sehr vielen Leuten zu tun", beschreibt er. "Wir haben 50 verschiedene Autos, die man bei uns ausborgen kann: Formelauto, Formel Renault, Renault-World-Series, Offroad-Autos, Rallye-Autos, Drift-Autos. Das ist ein richtiger Spielplatz und das macht mir sehr viel Spaß. Ich bin mit Leidenschaft dabei und das ist wichtig."

Anzeige

Das neueste von Motor1.com

Alle BMW M-Modelle im Überblick
Alle BMW M-Modelle im Überblick

Skoda Karoq mit H&R-Sportfedern
Skoda Karoq mit H&R-Sportfedern

Lamborghini SC18: Die erste Einzelanfertigung von Squadra Corse
Lamborghini SC18: Die erste Einzelanfertigung von Squadra Corse

Rendering: Ein Subaru-Sportler mit Mittelmotor
Rendering: Ein Subaru-Sportler mit Mittelmotor

Japan-Tuner Damd macht Suzuki Jimny zur G-Klasse
Japan-Tuner Damd macht Suzuki Jimny zur G-Klasse

Schicker Land Rover Defender Pick-up von Kahn
Schicker Land Rover Defender Pick-up von Kahn

Aktuelle Bildergalerien

Sebastian Vettel: Diese Fehler haben ihm 2018 den WM-Titel gekostet
Sebastian Vettel: Diese Fehler haben ihm 2018 den WM-Titel gekostet

So feiert Mercedes die Formel-1-Titel 2018
So feiert Mercedes die Formel-1-Titel 2018

GP Brasilien: Fahrernoten der Redaktion
GP Brasilien: Fahrernoten der Redaktion

Konstrukteurs-Weltmeister: Die schönsten Jubel-Fotos!
Konstrukteurs-Weltmeister: Die schönsten Jubel-Fotos!

Verstappen vs. Ocon: Crash und Rauferei
Verstappen vs. Ocon: Crash und Rauferei

Grand Prix von Brasilien, Sonntag
Grand Prix von Brasilien, Sonntag

Formel-1-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen täglichen und/oder wöchentlichen Formel-1-Newsletter von Motorsport-Total.com!

Formel-1-Datenbank

Formel-1-Datenbank: Ergebnisse und Statistiken seit 1950
Formel-1-Datenbank:
Ergebnisse und Statistiken seit 1950

Formel-1-Paddock-Tickets

ANZEIGE