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Pastor Maldonado: Medien am schlechten Image schuld?

Pastor Maldonado sieht sich in der Formel 1 unter Wert verkauft und macht dafür auch Journalisten verantwortlich, die an seinem schlechten Image schuld seien

(Motorsport-Total.com) - Die größten Gegner von Lotus scheinen in diesem Sommer keine anderen Teams in der Formel 1, sondern vielmehr die Medienvertreter zu sein. Nachdem sich vor kurzem bereits Team-Geschäftsführer Matthew Carter und der stellvertretende Teamchef Federico Gastaldi auf die Journalisten eingeschossen hatten, schwenkt nun auch Pastor Maldonado auf die Teamlinie ein und sieht in der Berichterstattung die Ursache für sein schlechtes Image als "Bezahlfahrer" und "Crashpilot".

Pastor Maldonado

Pastor Maldonado fühlt sich von Journalisten ungerecht behandelt Zoom

"Es ist heutzutage nicht einfach, in der Formel 1 Neuigkeiten zu finden", sagt Maldonado im Interview mit dem brasilianischen TV-Sender 'Globo.' "Die Fahrer auf dem Podium sind meistens die selben, es ist nicht wie vor 15 Jahren, als es mehr Zweikämpfe und deshalb auch mehr Geschichten gab. Daher suchen Journalisten nach Neuigkeiten, wo es keine gibt."

So empfindet es Maldonado als ungerecht, dass er aufgrund er Millionen von Sponsor PDVSA als "Bezahlfahrer" angesehen wird, während andere Piloten, die nur dank der Unterstützung eines großen Unternehmens in die Formel 1 gekommen seien, nicht diesen Stempel abbekommen. "Sie unterstützen nicht nur mich, sondern eine Reihe von venezolanischen Sportler", sagt Maldonado über seinen Hauptsponsor. "Es ist ähnlich wie mit Red Bull."

Zu Beginn seiner Zeit habe ihn der Umstand, es als vermeintlicher "Bezahlfahrer" allen zeigen zu müssen, sehr unter Druck gesetzt. Mittlerweile habe er jedoch gezeigt, dass er einen Platz in der Formel 1 verdient habe, meint Maldonado. "Es gibt Fahrer, die es nicht verdient haben, in der Formel 1 zu sein. Ich habe jedoch klar gezeigt, dass ich eine lange Karriere verdient habe."

Doch das sei in der öffentlichen Wahrnehmung seiner Meinung nach noch nicht angekommen. "Ich fühle mich in der Formel 1 auch heute noch unterschätzt, und das nur, weil ich kein Auto habe, in dem ich mein Talent zeigen kann." Das könne man in der Formel 1 aber generell nur in einem Spitzenteam wie Mercedes. "In einem solchen Auto könnte ich an jedem Rennwochenende um den Sieg kämpfen. Da bin ich mir vollkommen sicher", ist Maldonado überzeugt.