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Offiziell: Carlos Sainz fährt 2018 Formel 1 für Renault

Renault F1 hat bestätigt, dass Carlos Sainz in der Formel-1-Saison 2018 Teamkollege von Nico Hülkenberg wird - Jolyon Palmer darf Saison zu Ende fahren

(Motorsport-Total.com) - Nico Hülkenberg kann sich für die Formel-1-Saison 2018 auf einen neuen Teamkollegen einstellen: Carlos Sainz wird von Toro Rosso ans Renault-F1-Team verliehen. Das wurde heute in Singapur bekannt gegeben. Es ist ein weiterer Dominostein, der in dem großen Stühlerücken zwischen dem Red-Bull-Imperium, Renault, McLaren und Honda gefallen ist. Gleichzeitig wird Jolyon Palmer sein Cockpit nach der Formel-1-Saison 2017 räumen müssen, darf diese aber zu Ende fahren.

Carlos Sainz, Nico Hülkenberg

Ab der Saison 2018 Teamkollegen: Carlos Sainz und Nico Hülkenberg Zoom

Sainz wird Red Bull mitnichten verlassen, sondern lediglich vorübergehend ausgelagert. Er bleibt also Teil der Red-Bull-Familie. Das stellt Christian Horner bei 'Sky' klar: "Unsere Fahrer sind nicht verfügbar. Sie können verliehen werden, aber nicht weggelotst. Carlos Sainz wird weiterhin Teil der Red-Bull-Familie sein."

Der Spanier selbst ist natürlich aus dem Häuschen: "Formel-1-Fahrer für ein Werksteam zu sein ist eine Ehre und ich hoffe, dass ich Renaults Vertrauen in mich mit starken Leistungen auf der Strecke rechtfertigen kann. Ich bin stolz darauf, zu einem solch wichtigen Zeitpunkt in ihrer Geschichte dazu zu stoßen. Ich habe mit Renault schon in einer früheren Phase meiner Karriere eng zusammengearbeitet und kenne ihre Motivation und ihre Fähigkeiten. Das ist der Beginn eines neuen, spannenden Abschnitts meiner Karriere. Ich möchte Red Bull und speziell allen Leuten bei Toro Rosso danken. Sie sind ein fantastisches Team und ich wünsche ihnen alles Gute für die Zukunft."


Fotostrecke: Renault-Meilensteine in der Formel 1

Cyril Abiteboul hat seinen - wie sich jetzt gezeigt hat: zweiten - Wunschkandidat geangelt, wenn auch erst für später, als er es ursprünglich wollte. "Er ist ein sehr vielversprechender Fahrer, den wir für einige Zeit auf unserem Radar hatten", sagt der Renault-Motorsportchef. "Die Wahl auf ihn steht im Einklang mit unseren mittelfristigen strategischen Plänen. Wir glauben, dass Carlos und Nico (Hülkenberg) sich auf und neben der Strecke hervorragend ergänzen. Diese Kombination sollte uns helfen, im Feld nach vorne zu kommen. Ich möchte Helmut Marko danken, dass er uns Carlos ausleiht."

Jener Red-Bull-Motorsportberater kommentiert den Verleih des jungen Spaniers so: "Er ist ein mordsmäßiges Talent und wird wird von der Zusammenarbeit mit einem sehr erfahrenen Fahrer in einem Werksteam profitieren. Es wird für Carlos eine neue Herausforderung werden und wir werden gespannt seine Fortschritte verfolgen, schließlich bleibt er Teil der Red-Bull-Familie."

"Es ist eine gute Entwicklung sowohl für Carlos als auch das Renault-Team und wird es uns gleichzeitig erlauben, ein neues Talent in die Formel 1 zu bringen.", sagt der 74-Jährige weiter. Gemeint ist Pierre Gasly, der sich nun doch bis 2018 gedulden muss. Er hatte sein Formel-1-Debüt für den Großen Preis von Malaysia 2017 angekündigt, ruderte aber dann zurück.

Nicht immer einig mit Red Bull

Sainz wurde jahrelang von Red Bull gefördert und ist seit 2015 in der Formel 1. Er fuhr seitdem für das Toro-Rosso-Team, die Red-Bull-Juniorschule. Im ersten Jahr musste er sich gegen Supertalent Max Verstappen behaupten und unterlag im teaminternen Duell mit 18:49 Punkten. (Alle Statistiken zu Carlos Sainz jun.) Grund dafür waren vor allem zahlreiche technisch bedingte Ausfälle. Die Beziehung zu Red Bull verschlechterte sich im Frühling 2016, als das Mutterteam anstelle des glücklosen Daniil Kwjat Verstappen und nicht Sainz beförderte.

Sainz und sein Vater, Rallyefahrer Carlos Sainz sen., fühlten mit zunehmender Zeit eine Stagnation der Karriere des heute 23-Jährigen. Um einem Schicksal wie Sebastien Buemi, Jaime Alguersuari, Jean-Eric Vergne und Co. vorzubeugen, streckten sie bereits im Winter 2016/17 ihre Fühler nach Enstone aus, für die Sainz klarer Wunschkandidat ist. Doch Red Bull blockierte einen Wechsel des jungen Spaniers - man wollte ihn unbedingt halten. Erst in jüngster Zeit sind Sainz und Red Bull sich wieder näher gekommen.

Carlos Sainz

Die Formel-1-Saison 2017 wird Carlos Sainz bei Toro Rosso fertig fahren Zoom

Nun kann der Spanier im Zuge des Motorenhandels zwischen McLaren und Toro Rosso doch wechseln, wenn auch nur vorübergehend: Red Bull verleiht ihn für ein Jahr nach Enstone, um im Gegenzug die Renault-Motoren gegen Honda-Aggregate einzutauschen. In der Formel-1-Saison 2018 wird Toro Rosso neues Honda-Team mit einer Perspektive für Red Bull ab 2019, McLaren erhält dafür Renault-Motoren. Die Ehe zwischen den Briten und den Japanern ist nach fast drei völlig erfolglosen gemeinsamen Jahren am Ende.

Neben Sainz verlässt noch ein weiteres Red-Bull-Mitglied die Bullenfamilie in Richtung Enstone: Aerodynamik-Chef Pete Machin wurde bereits im Sommer aus Milton Keynes weggelotst. "Die neue Struktur wird erst 2018 Erfolge abwerfen", sagt Cyril Abiteboul gegenüber 'Auto Motor und Sport'. "Es ist wichtig, dass wir für die Zukunft die richtigen Weichen stellen und uns nicht zu sehr von der Gegenwart ablenken lassen. Trotzdem wollen wir Resultate abliefern, um zu zeigen, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden."

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