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Norris in Spa auf P7: Hätte das Rennen nur eine Runde länger gedauert ...

McLaren-Pilot Lando Norris schafft im Grand Prix von Belgien Platz sieben, das sei "fast" das Maximum gewesen - Startphase "war sehr schwierig"

(Motorsport-Total.com) - Als einziger McLaren-Pilot beendet Lando Norris den Grand Prix von Belgien auf dem siebten Platz. Der Brite hätte sich am Ende eine Rennrunde mehr gewünscht. Insgesamt habe er "fast das Maximum" rausgeholt. Ein Rennen mit zwei sehr unterschiedlichen Hälften.

Lando Norris

Lando Norris schafft Platz sieben in Belgien Zoom

"Die zweite Rennhälfte hat Spaß gemacht, die erste war ein wenig schwierig", fasst Norris sein Rennen zusammen. Schon am Start hat der Brite einen Platz verloren. "Auf der Strecke war wohl ein wenig Öl oder Wasser von Carlos", vermutet er.

Dadurch sei ihm in der ersten Runde nach der Kemmel-Geraden in Les Combes ein Fehler passiert - er musste in die Auslaufzone ausweichen. Dadurch verlor Norris zunächst ein paar mehr Positionen, die er sich aber recht flott wieder zurückholte.

Hinter Lance Stroll die Reifen geschont

"Das Auto war zu Beginn sehr schwierig zu fahren, ich weiß nicht, ob das mit dem Wind oder den Reifen zu tun hatte. Ich konnte nichts tun, die Pace fühlte sich wirklich schlecht an. Sobald ich auf dem harten Reifen fuhr, war es deutlich besser."

Die erste Rennhälfte habe sich "sehr nach Schadensbegrenzung" angefühlt, fügt er hinzu. "Der Wind hat uns stark beeinflusst. Aber im zweiten Teil des Rennens wurde der Wind schwächer und die Temperaturen sanken, das ist uns eher entgegengekommen."

Die gebrauchten Soft-Reifen vom Start wechselte er in der Safety-Car-Phase in Runde elf, er bekam frische harte Reifen für den zweiten und letzten Stint. "Ich musste zwar aufholen, aber die Strategie war gut." Er kam nach dem Boxenstopp auf Position zehn zurück auf die Strecke.


Grand Prix von Belgien

Danach steckte er "15 oder 20 Runden" hinter Lance Stroll im Racing Point fest. "Ich hatte nicht genügend Pace-Vorteil, um an ihm vorbeizugehen. Daher habe ich auf die Reifen aufgepasst." Das sei im Nachhinein der Schlüssel für den guten Endspurt gewesen, weil er hinter dem Kanadier auf seine Pneus aufpassen konnte.

"Als er anfing, Fehler zu machen, habe ich gepusht und konnte vorbeigehen." Sieben Runden vor Rennende schnappte er sich zunächst den Racing Point. Und holte bis zu Rennende sechs Sekunden Rückstand auf das Duo Esteban Ocon und Alexander Albon auf.

"Ich konnte auf die nächsten Fahrer aufschließen, doch das war dann wohl eine Runde zu spät für den Angriff auf Albon." Im Ziel fehlten ihm schließlich nur 1,062 Sekunden auf den Red-Bull-Piloten. "Ich konnte sehen, dass er Probleme mit den Reifen hatte, er hatte Blasen auf den Hinterreifen."

Wegen Sainz: Norris' Motor "konservativ" eingestellt

Einen kleinen Versuch ließ er sich nicht nehmen: "Ich hätte es in der letzten Kurve probieren können. Aber auch dort lag immer noch ein wenig Öl oder etwas anderes von Carlos auf der Strecke. Deshalb ist mir da ein Fehler unterlaufen, ich bin von der Ideallinie abgekommen, hatte Untersteuern - und damit es aufregender aussieht, habe ich es ein wenig rauchen lassen", schmunzelt er.

Mit dem Ergebnis ist Norris zufrieden, immerhin kommt er zum ersten Mal in einem Formel-1-Auto in Belgien ins Ziel. "Ich denke, wir hätten nicht viel mehr rausholen können. Ein wenig mehr wäre wohl möglich gewesen, speziell hätte ich wohl Albon noch geschafft."

In der WM-Wertung liegt Norris mit 45 Zählern nun gleichauf mit Charles Leclerc auf Platz sechs, auf Alexander Albon fehlen ihm nur drei Punkte. In der Konstrukteurswertung konnte McLaren außerdem den dritten Platz zurückerobern, zwei Punkte liegen die Briten vor Racing Point, sieben vor Ferrari und neun vor Renault.

"Es ist schade, dass Carlos schon vor dem Rennen raus war. Außerdem hat Renault gut abgeliefert, das ist also nicht ideal für uns gelaufen. Aber wir haben fast das Maximum rausgeholt", fasst er zusammen. Teamkollege Sainz konnte aufgrund eines Auspuffdefekts nicht starten.

Hat das Norris nervös gemacht? "Ich war nicht nervös", versichert er. Aber er muss zugeben: "Ja, wir hatten auch bei meinem Auto Sorge, dass etwas Ähnliches passieren könnte auf Motorenseite, deswegen sind wir mit deutlich konservativerer Einstellung gefahren." Das sei ein wenig "nervig" gewesen, gibt Norris zu.

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