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Nico Rosberg: Warum Mercedes so tiefstapelt

Ex-Mercedes-Pilot Nico Rosberg erklärt, welche Strategie dahintersteckt, Ferrari und Red Bull starkzureden, und glaubt, dass die Silberpfeile 2018 dominant sein werden

(Motorsport-Total.com) - Während der Longrun-Vergleich bei den Wintertests in Barcelona auf eine Mercedes-Dominanz hindeutet, betont Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nach wie vor, dass er von einem Dreikampf zwischen seinem Team, Ferrari und Red Bull um den Titel ausgehe. Doch liegt dahinter ein taktischer Schachzug? Ex-Mercedes-Pilot Nico Rosberg ist davon überzeugt. "Die Teams achten so kurz vor einer Saison sehr stark darauf, den Hauptkonkurrenten keine Motivation für Nachbesserungen zu geben", erklärt der Ex-Weltmeister gegenüber 'RTL'.

Lewis Hamilton

Mercedes ging in Barcelona nicht auf schnelle Zeiten los Zoom

"Diese Strategie, die Karten nicht offen hinzulegen, ist bei Mercedes sehr wichtig, weil den Teams wie Ferrari und Red Bull so ein wenig der Elan genommen wird. So darf man auch die Äußerung von Toto Wolff verstehen", analysiert Rosberg, dem die Strategie auch aus seiner Zeit, als die Silberpfeile dominant waren, bekannt vorkommen dürfte.

Rosbergs Prognose: "Mercedes eine absolute Macht"

Auch die Tatsache, dass Lewis Hamilton und Valtteri Bottas bei den Wintertests in Barcelona nie auf schnelle Zeiten losgegangen sind und man die weichste Reifenmischung Hypersoft nicht einmal anforderte, ordnet Rosberg in diese Kategorie ein. "Würde Ferrari zum Beispiel sehen, dass Mercedes mit wenig Sprit auf einer schnellen Runde zwei Zehntel schneller unterwegs ist, würde das in der Fabrik in Maranello einen starken Motivationsschub auslösen, weil man nur auf Zeiten fixiert ist. So hat Ferrari derzeit die Nase vorn und man ist etwas entspannter."

Doch wie analysiert Rosberg selbst die gefahrenen Zeiten in Barcelona? "Ein Vergleich ist nicht so leicht, weil die Teams unterschiedliche Ansätze bei den Sessions hatten", gibt auch der Ex-Formel-1-Pilot zu, dass es nicht so einfach ist, ein klares Bild zu erhalten. "Generell hat Mercedes - anders als Ferrari - den Sprit nicht herausgenommen. Deshalb konnte Sebastian Vettel im Ferrari zwar mit wenig Sprit an Bord die schnellste Runde fahren, aber in den Longruns war Mercedes manchmal sogar mit Abstand am stärksten."


Fotostrecke: Expertenwertung: So stark sind die F1-Teams

Er hoffe zwar aus Gründen der Spannung, "dass Ferrari und Red Bull wieder näher an Mercedes herankommen, aber es wird schwer. Mercedes ist eine absolute Macht, deren Level ist unglaublich beeindruckend." Kein Wunder also, dass Rosberg beim Australien-Grand-Prix "auf einen Sieg von Lewis Hamilton" setzt.

Rosbergs Rat: Unterschätzt Bottas nicht

Müssen sich die Fans auf eine langweilige Saison gefasst machen, wenn Mercedes tatsächlich drückend überlegen sein sollte? Nicht unbedingt, denn Rosberg schätzt Hamiltons Teamkollegen Valtteri Bottas dieses Jahr höher ein. "Ich glaube, dass er seinen Teamkollegen in diesem Jahr mehr unter Druck setzen kann. Ich würde nicht ausschließen, dass es auch zwischen den beiden Mercedes-Piloten ein sehr spannendes Duell geben wird, denn Bottas hatte zuletzt richtig starke Phasen."

Glaubt Rosberg, dass sein Mercedes-Nachfolger auch 2019 bei den Silberpfeilen fahren wird? "Bottas macht einen guten Job für das Team, aber es hängt eben auch ab davon, wie Lewis Hamilton in diesem Jahr performt und welche Rolle Bottas da zukommt", meint der 32-Jährige. "Und natürlich gibt es auch andere interessante Fahrer wie zum Beispiel Daniel Ricciardo, die auf den Markt kommen. Da muss man abwarten." Er rechnet damit, dass sich Mercedes mit einer möglichen Vertragsverlängerung Zeit lassen wird, "vielleicht sogar bis zum Sommer".

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