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Nico Hülkenberg sauer: Podiumsplatz "in den Sand gesetzt"

Von Startplatz fünf aus wäre für Nico Hülkenberg in Monaco ein Podium möglich gewesen, doch am Ende reichte es wegen eines Strategiefehlers nur für Platz sechs

(Motorsport-Total.com) - Am Samstag hatte Nico Hülkenberg noch davon geschwärmt, sich das ganze Wochenende über in seinem VJM09 "pudelwohl gefühlt" zu haben. Nach dem Großen Preis von Monaco (alle Ergebnisse hier) war dem Force-India-Pilot dann allerdings nicht mehr zum Schwärmen zumute. Denn obwohl der Deutsche sich mit Startplatz fünf deutlich besser als Teamkollege Sergio Perez (Platz acht) qualifiziert und damit beste Chancen auf einen Podiumsplatz hatte, war es am Ende Perez, der sich über Rang drei freuen durfte.

Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg sieht sein Podium durch eine falsche Strategie verspielt Zoom

Hülkenberg wurde Sechster und war sauer - vor allem auf sein Team. "Es hat mich in der falschen Runde reingeholt. Und nach dem ersten Boxenstopp ging alles in die Hose", beschwert sich Hülkenberg im Interview mit 'RTL'. Anders als Perez, der erst in Runde 21 von Regenreifen auf Intermediates wechselte, wurde der Deutsche bereits in der 15. Runde an die Box geholt - eine Fehlentscheidung, wie auch der stellvertretende Teamchef von Force India Robert Fernley zugab.

"Bei Sergio ist die Strategie perfekt aufgegangen und er konnte den vollen Vorteil daraus ziehen. Nico haben wir hingegen leider ein wenig hängen gelassen", sagt Fernley im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' offen. Ihn habe man einfach ein wenig zu früh an die Box geholt. "Für ihn war es ein schwieriges Rennen und er hätte wahrscheinlich besser als Platz sechs abschneiden können", glaubt der Co-Teamchef. Rückblickend würde man den frühen Wechsel auf Intermediates bei Hülkenberg nicht mehr machen.

Für den Deutschen kommt diese Einsicht leider zu spät. "Ich war hinter dem Mercedes (Lewis Hamilton auf Rang drei; Anm. d. R.) auf den Fullwet und habe mich echt wohl gefühlt. Ud auf einmal ganz plötzlich kam der Call, dass ich reinkommen sollte für Intermediates", erklärt er die Strategie des Teams, die offenbar auch für ihn überraschend kam. "Ab da saß ich nur noch im Verkehr - mit Sebastian (Vettel) hinterm Williams (Felipe Massa; Anm. d. R.), da haben wir massiv Zeit verloren", so Hülkenberg weiter.


Fotostrecke: GP Monaco, Highlights 2016

Nach dem zweiten Boxenstopp in Runde 31 und dem Wechsel auf Soft-Reifen musste er dann auch noch Fernando Alonso (McLaren) passieren lassen. Dieser hatte eine Runde später gestoppt und den Force-India-Piloten sowie Nico Rosberg im Mercedes mit einem klassischen Undercut überholt. Hülkenbergs Fazit fiel entsprechend ernüchternd aus, der Chance auf ein Podium sah er sich beraubt: "Schlicht und einfach in den Sand gesetzt. Natürlich sehr, sehr schade und frustrierend."

Ein Highlight konnte der 28-Jährige dann aber doch noch setzen - und in der Finalrunde den aktuell WM-Führenden bezwingen: Ausgangs der letzten Kurve schnappte er sich unter wieder einsetzendem Regen Rosberg, der auf Rang sechs lag. "Das war eine ziemlich rutschige Angelegenheit", gibt Hülkenberg zu. "Ich kam da ein bisschen besser aus der Ecke raus und konnte ihn überholen", erklärt er das erfolgreiche Manöver gegen seinen deutschen Namensvetter, von dem ihn auf dem Zielstrich nur 0,291 Sekunden trennten.


Fotos: Nico Hülkenberg, Großer Preis von Monaco


Da kam selbst Teamchef Fernley ins Staunen: "Es zeigt, wie sehr auch Nico auf zack ist", lobt er seinen Piloten. "Rosberg war auf den Ultrasofts und man weiß, wie schnell die Temperaturen da abfallen können. Nico wusste das auch, das konnte man an seinen Telemetriedaten sehen." Rosberg analysiert die Situation ähnlich: "Ich war auf Ultrasoft und der war am Ende hinüber. Als es dann auch noch anfing zu nieseln, sind meine Reifen sofort abgekühlt und seine konnten die Temperatur halten - also hatte er mehr Grip."

So konnte Hülkenberg immerhin noch zwei WM-Punkte mehr holen und nach zwei Nullrunden in Russland und Spanien sein bisher bestes Saisonergebnis einfahren. Dass er sich abermals seinem Teamkollegen Perez geschlagen geben musste und noch immer auf sein erstes Podium in der Formel 1 warten muss, schmerzt den Deutschen dennoch sichtlich. Letzteres hatte er zu Beginn der Saison als erklärtes Ziel ausgegeben. Mit dem aktuellen Aufwärtstrend bei Force India wird es das auch in den noch 15 zu fahrenden Rennen bleiben.

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