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Neuwagen-Verspätung ist Williams "peinlich"

Claire Williams als Co-Teamchefin macht keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung über den verspäteten Testeinstieg, spricht aber nicht von "Krisenmodus"

(Motorsport-Total.com) - Zwei ganze Testtage hat das Williams-Team verpasst. Erst danach drehte der neue Williams FW42 seine ersten Runden bei den Formel-1-Wintertests 2019 in Barcelona. Zwei Tage - das sind 25 Prozent der gesamten Vorbereitungszeit, was einen herben Rückschlag bedeutet. Denn während die Konkurrenz bereits erste Rennsimulationen fährt, hat Williams mit dem Neuwagen noch nicht mal Funktionstests absolviert.

Claire Williams

Claire Williams musste am Mittwoch viele kritische Fragen beantworten ... Zoom

Claire Williams als stellvertretende Teamchefin spricht daher bei 'Sky Sports F1' von unterschiedlichen Emotionen, die sie an diesem Mittwoch in Spanien bewegen, vor allem von "großer Erleichterung". Denn die erste große Hürde sei genommen, das Fahrzeug habe den Testbetrieb aufgenommen. Formel-1-Neuling George Russell spulte am Nachmittag die ersten Proberunden im FW42 ab. "Damit sind wir zurück auf Kurs", sagt Williams. "Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber wir befinden uns nicht im Krisenmodus."

Die Stimmung im Team ist aber mindestens angespannt, denn eine Verzögerung hatte sich laut Williams nicht angedeutet - schon gar nicht in diesem Ausmaß. Sie selbst habe erst am "Freitag oder Samstag" der vergangenen Woche davon erfahren, dass der FW42 nicht schon beim Testauftakt am Montag bereit sein würde, also "ziemlich spät", wie sie sagt. Doch auch das auf Dienstag verschobene Testdebüt konnte nicht eingehalten werden, weil wichtige Teile fehlten. Am Mittwoch schließlich passte bei Williams alles zusammen.

Williams entschuldigt sich für Verspätung

Eine solche Verspätung ist ungewöhnlich in der modernen Formel 1, für Claire Williams daher besonders bitter. "Wir hatten das nicht erwartet - nie im Leben", meint sie. "Alle anderen Teams haben es hingekriegt, nur wir nicht. Wir waren einfach nicht bereit. Wir sind daher nicht nur enttäuscht, sondern es ist uns auch peinlich, wo wir doch schon seit mehr als 40 Jahren in diesem Geschäft aktiv sind. Ich kann mich daher nur entschuldigen."

Dabei sind die Folgen des verzögerten Testauftakts noch gar nicht absehbar. "Was es bedeutet, die ersten Tage verpasst zu haben, werden wir wahrscheinlich erst später im Jahr erfahren", sagt Williams. "Ich hoffe, in ein paar Wochen ist das alles Schnee von gestern. Hoffentlich hat es keine großen Auswirkungen auf unsere Leistung. Aber wir haben jetzt natürlich ein komprimiertes Programm und müssen Kompromisse eingehen. Doch das Team steht in dieser Situation zusammen. Das ist der Williams-Spirit."


Fotostrecke: Erste Fahrbilder des neuen Williams FW42

Eben dieser habe, das räumt Claire Williams ein, in den zurückliegenden Tagen durchaus gelitten. Die Stimmung unter den Mitarbeitern sei "seltsam" gewesen. "Es ist sehr schwierig für alle Beteiligten", erklärt sie. "Man darf nicht unterschätzen, wie enttäuscht jeder ist." Zumal irgendwo in den Abläufen des britischen Traditionsteams ein Fehler steckt, der die Situation ausgelöst hat. Und das unter der Verantwortung von Paddy Lowe, dem technischen Leiter des Williams-Rennstalls. Seine Ablöse ist bereits Gegenstand von Spekulationen im Formel-1-Fahrerlager.

Auf der Suche nach einem Sündenbock?

Claire Williams aber will davon nichts wissen und meint, Gerüchte seien das Letzte, womit sie sich derzeit befassen müsse. "Unter solchen Umständen gibt es schließlich immer Spekulationen. Doch bei Williams gibt es keine Schuldzuweisungen. Das ist auch nicht, worauf man sich derzeit konzentrieren sollte. Wir müssen jetzt zusammenstehen und die Frage beantworten, warum es uns nicht gelungen ist, das Auto rechtzeitig fertig zu kriegen. Aus diesen Fehlern gilt es zu lernen."

Die "Hauptgründe", so Williams weiter, seien bereits bekannt. Es habe sich in den vergangenen zwölf Monaten ganz "offensichtlich" etwas bei Williams verändert, wohl zum Schlechten. "Doch ich werde das jetzt nicht diskutieren", sagt die stellvertretende Teamchefin. "Wir waschen unsere schmutzige Wäsche nämlich nicht in der Öffentlichkeit. Wir werden all das zuhause im Werk analysieren und dann sicherstellen, dass es nicht erneut passiert." Eine Personaldiskussion finde vorerst nicht statt.

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