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  • 13.04.2018 · 14:12

  • von Dominik Sharaf & Oleg Karpow

Nächste Blamage: Letzter Platz für Williams "noch ganz gut"

Nur Sauber ist in Reichweite, doch selbst das scheint für Sirotkin und Stroll bereits ein Erfolg zu sein - Der Kanadier nimmt seine zwei Abflüge auf seine Kappe

(Motorsport-Total.com) - Die Demontage der Williams-Mannschaft findet beim China-Grand-Prix in Schanghai (hier alle Sessions im Live-Ticker verfolgen!) ihre Fortsetzung. Im Freien Training am Freitag ließen sowohl das Auto als auch die Leistung der Piloten - allen voran Lance Strolls - stark zu wünschen übrig. Der Kanadier erhielt die Quittung für zwei eklatante Fahrfehler in Form des 20. und letzten Platzes der Tageswertung. Rückstand: 3,665 Sekunden auf die Spitze und 0,676 Sekunden auf den Vorletzten.

Sergei Sirotkin

Sergei Sirotkin hat an der Performance seines Autos ordentlich zu knabbern Zoom

Teamkollege Sergei Sirotkin stellte sich etwas besser an und landete auf dem 16. Platz (+1,858 Sekunden). "Natürlich ist es schwierig", sagt der Russe. "Was soll ich denn sonst erzählen? Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir einen einfach Stand haben würden." Zieht man in Betracht, dass Haas-Pilot Romain Grosjean noch zulegen kann, ist Sauber für Williams wohl der einzige Gegner.

Dass die Briten es überhaupt mit den Schweizern aufnehmen können, scheint Sirotkin zu wundern: "Ehrlich gesagt sieht es ganz gut aus. Aber natürlich sind wir in den Ergebnislisten nicht vorne."

Auch Stroll ist bemüht, etwas Positives an seinem Auftritt zu finden: "Auf den Ultrasoft-Reifen ist das Auto etwas besser." Dazu fühle sich der FW41 komfortabler an als noch in Australien und Bahrain. Seine Ausritte, die dazu führten, dass er keine belastbare Rundenzeit mit wenig Sprit an Bord setzte, hat Stroll schnell erklärt: "Ich habe jeweils einfach das Auto verloren", räumt er ein.

Dazu löste sich der Williams auch noch in seine Bestandteile auf. Bei Sirotkin fiel das Glas aus dem Gehäuse des rechten Außenspiegels heraus, was sofort an der Box repariert wurde und seinem Longrun ein jähes Ende bereitete. "Mit den aktuellen Autos lässt sich mit nur einem Spiegel kaum noch etwas erkennen", erklärt er. "Dazu gibt es auf der Strecke vorwiegend Rechtskurven, in denen man den rechten Spiegel braucht - der hatte sich verabschiedet. Das schafft nicht viel Vertrauen, aber es ist doch nur ein Stück Spiegelglas."

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