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Nach starker Quali: Barcelona-Rennen war ein Reality-Check, sagt Piastri

Ihre gute Leistung im Qualifying konnten die McLaren-Piloten im Rennen von Barcelona nicht bestätigen - "Es war schwieriger als erhofft", sagt Oscar Piastri

(Motorsport-Total.com) - Oscar Piastri gibt zu, dass der Grand Prix von Spanien für das McLaren-Team ein Reality-Check gewesen sei, nachdem ein starkes Qualifying sich nicht in eine entsprechende Leistung am Renntag umsetzen ließ. Piastri fiel von Startplatz neun auf 13 zurück. Lando Norris wurde von Startplatz drei auf 17 durchgereicht.

Oscar Piastri

"Wir hatten einfach nicht die Pace", sagt Oscar Piastri über das Rennen Zoom

Der Brite war in der ersten Runde mit Lewis Hamilton im Mercedes zusammengestoßen, was ihn zu einem Reparaturstopp zwang und sein Rennen früh ruinierte.

Abgesehen davon hatten beide McLaren-Fahrer vor dem Rennen darauf hingewiesen, dass die Bedingungen im Qualifying ihrem Auto geschmeichelt hätten. Allerdings entpuppte sich das Rennen dann als noch schwieriger als erwartet.

"Ich hatte einfach nicht die Pace, um wirklich etwas zu erreichen", hielt Piastri nach der Zielflagge fest. "Auch meine erste Runde war nicht besonders gut, aber ich glaube nicht, dass wir wirklich die Pace hatten, um in den Punkterängen zu bleiben."

"Wir werden uns ansehen, warum wir im Vergleich zu Samstag so sehr zu kämpfen hatten. Ich denke, wir haben schon ein paar gute Ideen. Aber ja, ein enttäuschender Nachmittag."

Piastri betonte, dass die kühlen Bedingungen am Samstag das Auto über eine Runde auf weichen Reifen begünstigt hätten. "Ich denke, das war so nicht zu erwarten", sagt der Australier. "Ich glaube nicht, dass wir unter normalen Umständen in der Lage sind, das Auto so weit vorne in der Startaufstellung zu platzieren."

"Der Sonntag hat uns wieder mehr auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht. Wahrscheinlich war es ein schwierigerer Tag, als wir uns erhofft hatten", gibt Piastri zu.

"Wir scheinen die Reifen sehr gut abrufen zu können, wenn es kalt ist, wenn es schwierige Bedingungen sind. In Monaco war es die eine ähnliche Geschichte. Ich denke, ich muss versuchen, mit dem Team daran zu arbeiten, und sehen, was wir tun können, um uns das Leben am Sonntag etwas leicht zu machen."


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Wie seine Rookie-Kollegen Nyck de Vries (AlphaTauri) und Logan Sargeant (Williams) musste auch Piastri vor dem Spanien-Grand Prix eine schwierige Serie von Straßenkursen und temporären Rennstrecken überstehen. Dass Barcelona im Vergleich dazu etwas mehr Spielraum bietet, sei aber kein großer Vorteil gewesen.

"Nicht so sehr", sagt Piastri. "Ich denke, dass das Risiko, das Auto zu beschädigen, hier geringer ist, aber die Rundenzeit, die man verliert, wenn man das Limit nicht findet, ist hier wahrscheinlich höher. Aber da hier jeder schon eine Menge Runden gedreht hat, kann man das Limit finden, ohne wirklich zu viel zu riskieren."

"Jeder pusht also wirklich bis zum Maximum. So gesehen ist es ein anderes Risiko. Ich habe mich hier definitiv etwas wohler gefühlt als in Monaco, vor allem im Qualifying."

Mit Blick auf das nächste Rennen in Kanada sagt Piastri: "Ich freue mich auf eine weitere neue Strecke beim nächsten Mal. Sie ist auch sehr knifflig. (...) Ich bin sie schon oft in meinem Simulator zu Hause gefahren. Es sieht nach einer coolen Strecke aus."

"Es gibt eine lange Gerade mit einer guten Überholzone für die letzte Schikane, einige schnelle Schikanen, in denen man wirklich präzise sein muss. Ich freue mich also auf die Strecke. Im Grunde genommen ist es auch ein Straßenkurs, weil die Mauern so nah sind. Vielleicht muss man das ein wenig berücksichtigen."

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