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Nach Sebastian Vettels Formel-E-Kritik: Jetzt ist Lucas di Grassi richtig sauer!

Sebastian Vettel stellt die Umweltfreundlichkeit der Formel E öffentlich in Frage und zieht damit den Zorn eines echten Formel-E-Urgesteins auf sich

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel hat mit seiner in einem Zeitungsinterview geäußerten Kritik an der Elektro-Rennserie Formel E selbst scharfe Kritik auf sich gezogen. Lucas di Grassi, 2016/17 Champion in der Formel E und bis heute einer der Stars der Meisterschaft, beschuldigt Vettel auf Twitter, sein Gerede von Umwelt- und Klimaschutz sei doch lediglich "Greenwashing".

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel wird nach einem Zeitungsinterview scharf kritisiert Zoom

Gegenüber der Wochenzeitung 'Die Zeit' erklärt Vettel, er könne sich "gut vorstellen", weiterhin im Motorsport zu arbeiten, "wenn es die richtige Rolle ist". Zum Beispiel war zuletzt ein Job als eine Art "grüner Berater" für die Formel 1 im Gespräch. Über die Formel E wurde bisher in diesem Zusammenhang eigentlich nicht spekuliert.

Einen Job dort schließt Vettel dezidiert aus. Er möchte, sagt er, sein Gesicht nicht "für ein Konzept hinhalten, von dem ich nicht überzeugt bin. Der Sinn hinter dieser Serie leuchtet mir nicht ein", sagt der viermalige Formel-1-Weltmeister, der schon 2014 mit dem Spruch für Aufsehen gesorgt hat, dass Batterien nicht in den Antrieb eines Rennautos gehören, sondern in die Fernbedienung.

Vettel begründet seine Kritik an der Formel E so: "Die Batterietechnologie, die da vorangetrieben und entwickelt wird, hat nichts mit der Technologie zu tun, die ein normales Auto nutzen könnte. Es ist nicht zielführend für den Erhalt unserer Umwelt, wenn die Batterien oder die Akkus nicht mit Erneuerbarem aufgeladen werden, sondern mit fossiler Energie."

So attackiert di Grassi Vettel für seine Aussagen

Eine Aussage, die ihn jetzt selbst zum Gegenstand von Kritik macht. Denn di Grassi, ein Urgestein der Formel-E-Szene und gleichzeitig Aufsichtsratsmitglied von Roborace, einer Rennserie mit Elektroantrieben und autonomen Fahrzeugen, ist über Vettels Aussagen wenig begeistert und schlägt via Twitter öffentlich zurück.

"Wenn Vettel nicht in die Formel E kommen will, ist das seine Sache", schreibt er. "Aber zu behaupten, dass die Technologie der Autos nicht relevant ist für das Automobil der Zukunft ... Entweder hat er keine Ahnung, wovon er spricht, oder er führt die Öffentlichkeit mit voller Absicht in die Irre."

Di Grassi geht sogar noch weiter und unterstreicht: "Dieses ganze grüne Zeug, das er in letzter Zeit gemacht hat - Müll aufsammeln, Fahrrad fahren, und so weiter -, das ist doch alles nur 'Greenwashing' und nicht das, woran er wirklich glaubt. Egal, ob er die Serie mag oder nicht, er sollte sie unterstützen."

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