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Nach Perez-Panne: Racing Point setzt auf neue Quali-Strategie

In Monza verpasste Sergio Perez den Q2-Einzug, weil man sich in Sicherheit wähnte: Mit welcher Strategie Racing Point verhindern will, dass man sich erneut verpokert

(Motorsport-Total.com) - Der bittere Racing-Point-Fehler im Qualifying von Monza, als man sich bereits in Sicherheit wähnte und Sergio Perez dadurch den Einzug ins Q2 verpasste, hat Folgen. "Wir haben leider einen Fehler gemacht, und ab sofort werden im Gegensatz zur Vergangenheit zwei Versuche bei uns der Standard sein", kündigt Teamchef Otmar Szafnauer an.

Sergio Perez

Peinlicher Faux-pas: Sergio Perez musste bei seinem Q1-Aus kampflos zusehen Zoom

Monza-Spezialist Perez, der gerne in Q1 einen Reifensatz für das Rennen aufspart, fuhr in den Schlussminuten nicht mehr auf die Strecke, fiel aber dann auf Platz 16 zurück, weil der Kurs immer schneller wurde und auch der Windschatten eine größere Rolle spielte als gedacht. Den Aufstieg verpasste der Mexikaner um nur 0,001 Sekunden.

"Wir hätten Sergio rausschicken sollen", zeigt der frühere Betriebsleiter Reue. "Das hat uns viel gekostet, aber solche Fehler sollten auch wehtun." In Zukunft werde man nur dann am Ende einer Session in der Box bleiben, wenn der Aufstieg absolut sicher sei. Während Perez' Teamkollege Esteban Ocon als Achter startete, gelang es Perez immerhin, sich im Rennen auf Platz acht direkt hinter dem Franzosen nach vorne zu arbeiten.

"Ich denke, dass Sergio Romain Grosjean noch überholt hätte, aber mehr auch nicht", antwortet Szafnauer auf die Frage, wo sein Team im Rennen ohne das Missgeschick im Qualifying gelandet wäre. "Er war gegen Ende des Rennens schneller als Esteban und hatte ein tolles Renntempo. Er war zeitweise sogar das schnellste Auto auf der Strecke."

Warum man per Boxenfunk keinen Platztausch der beiden Teamkollegen forderte? "Das hätte keinen Sinn ergeben und wäre nur riskant gewesen", spielt Szafnauer auf die zahlreichen Stallkollisionen der beiden an. Durch die Disqualifikation von Haas-Pilot Grosjean erledigte sich das Problem später von selbst und Ocon und Perez landeten auf den Plätzen sechs und sieben.

Damit hat das frühere Force-India-Team nach der Umbenennung in nur zwei Rennen 32 WM-Punkte eingefahren und liegt im Klassement bereits vor Toro Rosso, Sauber und Williams auf Rang sieben. Wäre es da nicht sinnvoll, den starken und gut eingearbeiteten Franzosen Ocon bis Saisonende im Cockpit zu lassen und erst 2019 auf Williams-Pilot Lance Stroll, dessen Vater nun Teambesitzer ist, zu setzen?

"Der Fahrerwechsel wird von anderen Faktoren abhängig sein", meint Szafnauer. "Wir müssen jetzt einfach konzentriert bleiben und gute Rennen fahren." Schon in Singapur werde man ein neues Update-Paket präsentieren, wovon man sich einen Vorteil verspricht: "Ich weiß nicht, ob sonst jemand ein Update bringt. Hoffentlich ermöglicht uns das weitere Punkte." Neben einer überarbeiteten Aufhängung soll es sich dabei hauptsächlich um aerodynamische Verbesserungen handeln. Eigentlich hätten die Teile bereits vor der Sommerpause kommen sollen, doch der Teamverkauf verzögerte die Einführung.

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