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Nach Fehler im Bahrain-Qualifying: Lando Norris visiert P2 im Rennen an

Mit den Plätzen sieben und acht hat das McLaren-Formel-1-Team nicht alles aus den Möglichkeiten im Qualifying gemacht: Schafft es Lando Norris noch auf das Podium?

(Motorsport-Total.com) - Mit den Plätzen sieben und acht steht das McLaren-Team in der Startaufstellung für den Großen Preis von Bahrain ungefähr da, wo man sie nach den Testfahrten eingeordnet hätte. Allerdings wäre mehr drin gewesen, denn Lando Norris hat in seiner letzten und besten Runde in Q3 den ersten Sektor nicht perfekt getroffen.

Titel-Bild zur News: Lando Norris

Lando Norris steigt aus seinem McLaren MCL38 nach dem Qualifying in Bahrain aus Zoom

"Es war knifflig", sagt der Brite, dem nur 0,129 Sekunden auf den dritten Startplatz gefehlt haben. "Vielleicht haben in Q3 ein paar mehr Leute Fehler gemacht, vielleicht hat der Wind ein wenig gedreht. Wenn man in Q3 ein bisschen mehr pusht und sich die Dinge ein klein wenig ändern, kann das einen großen Unterschied ausmachen."

"Das war bei mir der Fall. Es war viel Potenzial vorhanden, und das Auto fühlte sich während des gesamten Qualifyings großartig an. Ich war also sehr zufrieden. Ich fuhr ein paar gute Runden, meine schlechteste war die letzte. Man will diese Fehler nicht machen, man will in der Lage sein, diese Runde zu fahren, und das ist mir nicht gelungen."

"Wenn ich nur eine vernünftige Runde hinbekommen hätte und keinen Fehler gemacht hätte, dann glaube ich, dass wir wahrscheinlich Zweiter oder Dritter hätten werden können."

Im kurvenreichen zweiten Sektor hat Norris die schnellste Zwischenzeit von allen Piloten gesetzt, doch beim Blick auf die Daten fällt auf, dass im Q3 keiner langsamer als McLaren auf den Geraden war. Norris fehlten gleich sieben km/h auf den Topspeed von Max Verstappen im Red Bull auf seiner Pole-Runde.

Piastri: Donnerstag war das Gefühl besser

Für seinen Teamkollegen Oscar Piastri verlief das gesamte Zeittraining etwas schwieriger. Dem Australier gingen die schnellen Rundenzeiten nicht so leicht von der Hand wie Norris, mit Platz acht steht er dennoch nur eine Position hinter seinen Teamkollegen in der Startaufstellung.

"Ich denke, dass ich im Vergleich zu [Donnerstag] einen etwas schwierigeren Tag mit dem Auto hatte", sagt der 22-Jährige. "Ich hatte das Gefühl, dass meine letzte Runde in Q3 etwas besser lief, aber es war trotzdem nicht der angenehmste Tag im Auto. Aber die Tatsache, dass nur zwei Zehntel mich auf den dritten Platz gebracht hätten, das ist ein ziemlich guter Start in das Jahr."

Trotz der etwas schlechteren Startplätzen sollte der Longrun von Piastri am Donnerstag dem Team Mut auf ein gutes Rennen machen. Mit durchschnittlich zwei Zehnteln Rückstand pro Runde waren nur Max Verstappen und Sergio Perez schneller als der Australier.

Daher ist die Antwort von Norris auf die Frage, was für McLaren im Rennen möglich ist, nicht verwunderlich: "Zweiter! Es ist sehr eng, wenn man bedenkt, was alle in den Longruns gemacht haben: Mercedes, wir, die Astons, Ferrari. Max und sogar Perez waren die einzigen, die ein bisschen weiter vorne waren, aber der Rest von uns fuhr ähnliche Zeiten."

McLaren zufrieden: Nur Red Bull und Ferrari etwas zu schnell

Sein Teamchef Andrea Stella fügt über das Qualifying zu: "Ich denke, die Leistung ist wichtig für uns, weil sie uns zeigt, dass die Verbesserungen über den Winter tatsächlich unseren Erwartungen entsprochen haben. Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir uns um etwa 1,8 Sekunden verbessert."

"In unserer Kalkulation ist das so ziemlich die Summe [der Upgrades] aus Österreich, Singapur und dem neuen Auto. Und es ist positiv, dass dies genug zu sein scheint, um mit Aston Martin und Mercedes mitzuhalten. Ich denke, dass Red Bull und Ferrari immer noch etwas voraus sind."

"Während wir dabei sind und Lando mit einer sauberen Runde auf P2/P3 gelandet wäre, denke ich, dass Red Bull und Ferrari eine Leistung gezeigt haben, die leicht vor allen anderen Teams lag. Wir haben zwar, wie gesagt, die Gesamtleistung verbessert, was die Fahrbarkeit des Autos angeht, aber wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen."


Warum musste man bei Norris schon Motorenteile wechseln?

Denn der Italiener glaubt, dass die unüblich kalten Bedingungen in Bahrain die Performance von McLaren "begünstigt" haben und der MCL38 bei heißeren Temperaturen noch Schwächen hätte. Dies hat sich schon im Vorjahr gezeigt, als McLaren bei heißeren Rennen wie in Miami starke Probleme mit dem Reifenverschleiß bekommen hat.

Einer Einschätzung, der Lando Norris zustimmt: "Sobald wir heißere Temperaturen und mehr Benzin und solche Dinge sehen, wie in FT1 und FT2, dann haben wir ein bisschen mehr zu kämpfen. Ich glaube, das ist der Grund, warum wir uns beim Test manchmal nicht so gut gefühlt haben. Das ist es, woran wir arbeiten, um einige dieser Bereiche zu verbessern."

Am Auto von Norris wurden am Freitag vor den Sessions zudem die Batterie sowie die Steuerelektronik gewechselt, doch Teamchef Andrea Stella gibt Entwarnung: "Wir haben [am Donnerstag] gesehen, dass es eine kleine Störung in den Daten gab, und wir wollten sicherstellen, dass sie sich nicht auf den Rest des Wochenendes überträgt."

"Also haben wir das Batteriepaket gewechselt, was keine Strafe nach sich zieht, und überprüfen physisch das Batteriepaket, das wir aus dem Auto entfernt haben, ob diese Störung echt ist."

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