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  • 03.07.2014 · 22:04

  • von Mario Fritzsche & Dominik Sharaf

Mit neuer Führung: Caterham-Fahrer hoffen auf Aufschwung

Marcus Ericsson und Kamui Kobayashi hoffen, dass Christijan Albers und Colin Kolles dem lahmen Caterham-Team Beine machen können

(Motorsport-Total.com) - Wie für sieben andere Teams im Feld, so ist der Grand Prix von Großbritannien auch für Caterham das Heimrennen. Die Fabrik des vor der Saison 2010 von Tony Fernandes gegründeten Teams (damals unter dem Namen Lotus) befindet sich nur eine Autostunde vom Silverstone Circuit entfernt in Leafield.

Christijan Albers © xpbimages.com
Christijan Albers tritt in Silverstone erstmals in Caterham-Kluft auf

Fernandes erlebt das fünfte Heimspiel allerdings nicht mehr in offizieller Funktion. Der Malaysier hat das Caterham-Team vor wenigen Tagen verkauft. Die neue Teamführung besteht aus Ex-Formel-1-Pilot Christijan Albers (Teamchef) und Ex-HRT-Teamchef Colin Kolles (Motorsporberater). Cyril Abiteboul, der Fernandes bereits vorher als Teamchef abgelöst hatte, hat inzwischen bei Renault angedockt.

Die beiden Caterham-Stammfahrer halten sich angesprochen auf die Neuigkeiten noch bedeckt. "Um ehrlich zu sein, weiß ich noch nicht so recht, was sich dadurch für mich verändert. Für mich war es genauso eine Neuigkeit wie für alle anderen", gesteht Marcus Ericsson im Hinblick auf die Bekanntgabe vom Mittwoch, dass Albers und Kolles ab sofort das grüne Ruder in Händen halten.

Ericsson freut sich auf Zusammenarbeit mit Racer Albers

Mit der aktuellen Caterham-Performance ist Ericsson jedenfalls nicht zufrieden, weshalb er Hoffnungen in die neue Teamführung setzt. Große Schritte werden aber nicht über Nacht geschehen. "Wir müssen abwarten", meint der Schwede und führt an: "Wir hatten natürlich gehofft, ein besseres Auto zu haben. Das ist aus meiner Sicht das größte Problem. Wenn die Saison erst einmal begonnen hat, dann ist es für ein kleines Team wie unseres natürlich sehr schwierig, auf die größeren Teams aufzuholen."

Marcus Ericsson

Rookie Marcus Ericsson begrüßt es, einen Ex-Formel-1-Pilot als neuen Boss zu haben Zoom

"Jetzt müssen wir mal sehen, ob sich mit den neuen Besitzern etwas bewegt", sagt Ericsson, will sich mit den Geschehnissen im Hintergrund aber eigentlich gar nicht beschäftigen. "Ich bin hier, um das Auto zu fahren. Wenn sich im Managementbereich etwas tut, dann hoffen wir natürlich als erstes, dass das Auto verbessert werden kann. Hoffentlich können wir Fortschritte erzielen."

In diesem Zusammenhang setzt Ericsson nicht zuletzt auf die Tatsache, dass der neue Teamchef Albers mit seinen 35 Jahren noch ganz nah dran ist am aktiven Rennsport: "Ich glaube, das ist ein Vorteil, eine gute Situation. Es ist noch nicht lange her, dass er in der Königsklasse fuhr. Er kennt sich aus. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm. Sie wird bestimmt Spaß machen."

Kobayashi hat noch keine Pläne für 2015

Auch Kamui Kobayashi glaubt, dass die neue Teamführung frischen Wind in die Caterham-Hallen bringen kann. "Ich finde das eine gute Sache. Das Team tat sich im vergangenen Jahr doch zunehmend schwer. In jüngster Vergangenheit hatten wir auch zunehmend Probleme mit dem Budget. Ich glaube, jetzt können wir etwas ruhiger schlafen."

"Schauen wir mal, was wir mit etwas mehr Geld erreichen können." Kamui Kobayashi

"Schauen wir mal, was wir mit etwas mehr Geld erreichen können. Unser Ziel muss es sein, Platz zehn in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft zu erreichen. Unser neuer Boss hat ja schon angekündigt, dass wir das noch in diesem Jahr schaffen wollen. Genau so muss die Herangehensweise sein", lobt Kobayashi den neuen Teamchef Albers.

Auch für den neuen Caterham-Motorsportberater Kolles hat Kobayashi Lob übrig: "Ich habe mich gestern mit ihm unterhalten. Da machte er sehr deutlich, dass wir alles geben müssen, um dorthin zu kommen, wo wir hin wollen. Das war eine wichtige Botschaft für das ganze Team."

Kobayashi ist im Winter nach einem Jahr Formel-1-Pause in den Grand-Prix-Sport zurückgekehrt. Über die Zeit nach der laufenden Saison hat er sich noch keine Gedanken gemacht. "Ich werde die Saison zu Ende fahren. Wie es danach weitergeht, werden wir sehen. Ich werde mich zu gegebener Zeit mit meinem Boss zusammensetzen."

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