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  • 22.02.2016 · 15:35

  • von Roman Wittemeier

Mercedes W07: Erster Eindruck gut, neue Nase kommt

Mercedes lässt trotz der Dominanz im Vorjahr auch 2016 nicht locker: Lewis Hamilton mit vielen Runden in Barcelona, neue Teile sind bereits in Produktion

(Motorsport-Total.com) - Mercedes gibt sich auch beim Testauftakt zur Formel-1-Saison 2016 keine Blöße. Schon am Vormittag des ersten Testtages in Barcelona (hier im Live-Ticker!) spulte Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton mit dem neuen W07 zahlreiche konstante Runden ab. Nach 60 Umläufen stieg der Brite zur Mittagspause zufrieden aus dem neuem Cockpit. "Fühlt sich ganz ähnlich an wie das Vorjahresauto", sagt Hamilton. Kein Wunder, denn der neue Silberpfeil ist in vielen Bereichen eine Evolution des letztjährigen W06.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton war am Montagmorgen in Barcelona der Dauerrenner im W07 Zoom

"Es sind hier und dort ein paar neue Teile, aber sonst ist es so ziemlich gleich. Es ist eine Evolution - und das finde ich gut. Die 60 Runden am Morgen waren sehr ermutigend", zeigt sich der Brite gelassen. Hamilton, der aufgrund der veränderten Aufhängungsgeometrie nach dem Grand Prix von Singapur 2015 nicht mehr ganz das Tempo seines Teamkollegen Nico Rosberg hatte mitgehen können, mag sich allerdings ein endgültiges Urteil über die Stärken und Schwächen des neuen Autos noch nicht anmaßen.

"Es ist halt doch wieder irgendwie alles neu, weil ich mich an das Gefühl aus dem Vorjahr im Detail gar nicht mehr erinnern kann", sagt er. "Die Feinheiten spürt man ohnehin erst dann, wenn man die allerletzten Zeitspäne herausholen will. Das tun wir jetzt natürlich noch nicht." Bis zum Saisonstart in Melbourne wird sich der neue Mercedes weiter verändern. Laut 'auto motor und sport' werden schon am Mittwoch ein neuer Frontflügel und eine überarbeitete Nase erwartet.

Mercedes-Rennleiter Toto Wolff spricht bezogen auf die neue Fahrzeugnase von einer "echten Innovation". Weiterer solcher Entwicklungen werde es im Verlauf des Jahres immer wieder am Silberpfeil zu bestaunen geben, verspricht Chefdesigner Aldo Costa: "Wir haben fast nichts vom alten Auto übernommen. Die Stabilität im Reglement zwingt dich, in jedem Bereich das Limit auszuloten." Um die auf acht Tage verkürzte Testzeit optimal zu nutzen, möchte Mercedes pro Tag rund zwei Renndistanzen abspulen - notfalls dabei sogar auf die Youngster Pascal Wehrlein (Manor) oder Esteban Ocon (Renault) zurückgreifen.