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McLaren-Boss bestätigt: Alonso vor IndyCar-Test

Ein Wechsel von Fernando Alonso in die IndyCar-Serie rückt immer näher: McLaren bestätigt Testfahrten in der kommenden Woche

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonsos Ausstieg aus der Formel 1 steht fest. Den Rennfahrerhelm will der 37-Jährige aber noch lange nicht an den Nagel hängen. Ungeklärt ist jedoch noch, wo es den Spanier hinzieht, wenn er der Königsklasse am Ende des Jahres den Rücken kehrt. Schon länger galt ein Wechsel in die amerikanische IndyCar-Serie als logisch. Denn dort will sich auch McLaren in Zukunft wieder intensiver engagieren. McLaren-Boss Zak Brown bestätigt nun: Alonso testet schon in der kommenden Woche einen IndyCar-Boliden.

Zak Brown, Karim Ojjeh, Fernando Alonso

Fernando Alonso sieht sich konkret nach einer neuen Aufgabe um Zoom

Auch dieses Gerücht hielt sich in der Motorsportszene schon lange. Nun ist ein Test aber offiziell und terminiert. Der Test soll am 5. September im Barber Motorsports Park (Alabama, USA) unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Alonso wird dabei in Andrettis Dallara-Honda DW12 in der 2018-Spezifikation sitzen.

Nach seiner Indy-500-Erfahrung 2017 wolle Alonso die Boliden auch auf einem Normalkurs ausprobieren, da er bisher ja nur im Oval gefahren ist. Eine Indy-Car-Saison würde ihn auch gut auf einen erneuten Indy-500-Anlauf vorbereiten, den er sich für seinen Traum, die vielbesprochene "Triple-Crown" zu gewinnen, vorgenommen hat.

Mit seiner Leidenschaft für die Indy 500, die er neben dem Monaco-Grand-Prix und den 24 Stunden von Le Mans noch gewinnen will, hält Alonso nicht hinterm Berg: "Es ist eines der hochangesehensten Rennen und allein das macht es schon zur Herausforderung. Außerdem habe ich schon im vergangenen Jahr erfahren können, dass es etwas ganz Anderes ist im Vergleich zur Formel 1. Da musste man sich seiner Gewohnheiten entledigen und so lernt man am besten dazu. Ich mag das - das ist ein wiederbelebendes Gefühl."


Fotos: Fernando Alonso beim IndyCar-Test in Indianapolis


Die Aufmerksamkeit, die Alonso schon in Indianapolis auf sich ziehen konnte, habe ihn realisieren lassen, "Dass es neben der Formel auch noch andere Dinge gibt, die mich selbst und auch den Sport weiter voranbringen."

In der Formel 1 habe er sich hingegen zuletzt zu sehr eingeschränkt gefühlt: "Der Kalender mit 21 Rennen, von denen die meisten außerhalb Europas stattfinden, ist sehr fordern", sagt er gegenüber der BBC. "Als ich in der Formel 1 angefangen habe, war ich 19 und voller Energie. Es gab außerdem nur 16 Rennen. Das war damals schon herausfordernd, aber heute ist geht es nur noch mit totaler Hingabe. Ich bin jetzt 37 und habe einiges erreicht. Es ist Zeit, sich aus eigenen Stücken und mit einem guten Gefühl von der Formel 1 zu verabschieden."

Diskussionen hatte es trotz allem darum gegeben, dass Alonso wieder einen Honda-Motor fahren müsste, während er in der Langstrecken-WM WEC, in der er im kommenden Jahr auch noch die "Superseason" beenden will, für Toyota unterwegs ist. McLaren flirtet für den möglichen Einstieg als Team derweil mit Chevrolet. Alonso winkte bereits ab: "Wenn ich nächstes Jahr neben der WEC noch in einer anderen Serie antrete, dann werde ich nicht für einen Motorenhersteller arbeiten, sondern für andere Marken, Firmen oder Autohersteller."

Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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