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McLaren bedauert: Keine Chance neue Updates zu testen

Warum McLaren-Teamchef Andreas Seidl den ausgefallenen Trainings beim Eifel-Grand-Prix am Nürburgring besonders hinterhertrauert und wie sein Plan B aussieht

(Motorsport-Total.com) - Ein Update in zwei Teilen: McLaren wollte beim Eifel-Grand-Prix am Nürburgring (Formel 1 2020 im Liveticker verfolgen!) wieder neue Komponenten für den aktuellen MCL35 testen - eigentlich. Das Schlechtwetter vor Ort aber verhinderte den Trainingsbetrieb und damit auch die angestrebten McLaren-Probefahrten. Entsprechend groß ist das Bedauern im Team.

Lando Norris

Lando Norris fuhr bereits beim Russland-Grand-Prix mit der neuen McLaren-Nase Zoom

Teamchef Andreas Seidl flüchtet sich bei 'RTL' in Galgenhumor: "Hat nicht sollen sein, aber so konnte ich im Büro ein paar Emails abarbeiten." Ernsthaft fügt er hinzu: "Schade für die Fans."

"Für uns wäre es wichtig gewesen, heute zu fahren. Wir haben ein paar Updates am Auto, die wir gerne unter trockenen Bedingungen getestet hätten. Jetzt müssen wir schauen, dass wir morgen klarkommen."

Wie mutig ist McLaren mit dem Update?

Sein Team müsse sich jetzt die grundsätzliche Frage stellen, "ob wir mutig genug sind, die Updates einfach ans Auto zu schrauben", sagt Seidl. Alternativ dazu stünde eine konservative Herangehensweise mit den bisherigen Teilen. "Das passt aber eigentlich nicht zu unserer Vorgehensweise", erklärt er.


Fotostrecke: Formel-1-Technik: Detailfotos beim Eifel-Grand-Prix 2020 am Nürburgring

Doch um welche Neuteile handelt es sich überhaupt? Um die Ergänzung der neuen Frontpartie, die bereits verwendet wurde, wie Seidl sagt: "Wir haben nun Teile zur Verfügung, um das Paket an beiden Autos zu vervollständigen, [...] vor allem im Bereich des Unterbodens vor den Seitenkästen."

Und zu viel Risiko darf McLaren damit nicht eingehen, weil die Stückzahl "recht limitiert" sei, meint Seidl, ohne konkrete Zahlen zu nennen. "Die Frage ist daher, wann wir [mit den Updates] auf die Strecke gehen? Das wahre Potenzial des Pakets werden wir erst sehen, wenn es komplett ist."

Wie viel Abstimmungsarbeit notwendig ist

Die Entscheidung darüber, schon im Regen am Freitag damit zu fahren, die wurde McLaren durch die Nichtfreigabe der beiden Einheiten abgenommen. Für Samstag - und damit auch Sonntag - ist aber alles noch offen.

McLaren-Fahrer Lando Norris gibt jedoch zu bedenken, dass es bei einem solchen Update nicht mit wenigen Proberunden getan sei. "Wir brauchen Zeit, um zu verstehen, wie [die Teile] dem Auto helfen, welchen Effekt sie haben, ob wir die Balance des Autos anpassen müssen."

Das abgesagte Freitagstraining mache dem Team "das Leben im dritten Freien Training etwas schwieriger", betont Norris. Es verbleibt schließlich nur eine Stunde Fahrzeit vor der Qualifikation. Und McLaren hätte lieber schon am Freitag die insgesamt drei Stunden zur Evaluation der Updates verwendet. "Das", sagt Norris, "war eigentlich unser Hauptziel."

Norris bedauert Trainingsausfall

Er selbst hätte sich gerne auf die Strecke begeben und meint: "Natürlich hätte es Spaß gemacht bei solchen Bedingungen. Ich hätte Freude daran gehabt. Es soll aber ohnehin am Sonntag und auch morgen noch interessant werden beim Wetter. Also warten wir es ab!"

Tatsächlich deutet die aktuelle Wetterprognose für den Eifel-Grand-Prix am Nürburgring weitere Regenschauer und anhaltend kühle Temperaturen an.

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