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Max Verstappen: Formel 1 mit neuem Auto 2022 noch weit weg von IndyCars

Trotz simplerem Auto und eingeschränkter Entwicklung sieht Max Verstappen die Formel 1 noch weit von der IndyCar-Serie entfernt und keinen Grund für Kritik

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen macht sich keine Sorgen, dass die Formel 1 mit dem Auto eher in Richtung der amerikanischen IndyCars geht. Die US-Serie wird gerne als Vergleich zur Formel 1 herangezogen und bietet für viele den reineren Rennsport, weil auch die Autos simpler gehalten sind. Allerdings gibt es dort im Gegensatz zur Formel 1 ein Einheitschassis und einheitliches Aerokit.

Sergio Perez und Max Verstappen (beide Red Bull) bei der Präsentation des neuen Formel-1-Autos 2022 in Silverstone

Max Verstappen sieht noch keinen Grund für Kritik am neuen Auto Zoom

Das gestern vorgestellte neue Formel-1-Auto ist auch nur eine ungefähre Vorstellung über die neuen Boliden für das kommende Jahr. Jedes Team kann 2022 selbst mit eigenen Lösungen kommen und auch Entwicklungen betreiben - in einem gewissen Rahmen. "Wir sind noch weit von der IndyCar-Serie entfernt. Das ist okay", sagt Verstappen zum neuen Auto.

"Wir werden in den kommenden Jahren sehen, welchen Weg sie einschlagen und was erlaubt ist und was nicht", so der Niederländer. "Im Moment gibt es keinen Grund für Kritik. Wir müssen abwarten, wie es sich entwickeln wird."

Kritik gab es vor allem auch am erneut höheren Gewicht und der Tatsache, dass die Autos einige Sekunden langsamer sein werden als bisher. Zumindest Letzteres ist für Verstappen aber kein Problem. "Natürlich wollen wir auf einer Runde immer so schnell wie möglich fahren, aber im Moment ist Überholen einfach sehr schwierig", sagt er.


Fotostrecke: Das Formel-1-Auto 2022 in Bildern

Denn bei den geringen Bremszonen und schnellen Kurvengeschwindigkeiten kann man einen Konkurrenten kaum ausbremsen. Zudem ist das Problem mit der Dirty Air aktuell zu groß, um gut folgen zu können. "Mich stört es daher nicht, wenn wir zwei, drei oder vier Sekunden langsamer sind, dafür aber am Ende bessere Rennen haben. Es ist immer ein Geben und Nehmen", so der Red-Bull-Pilot.

"Am Ende des Tages waren wir es, die gesagt haben, dass wir ein anderes Auto brauchen", sagt er weiter. "Also ist die Formel 1 zu dieser Lösung gekommen. Ich bin gespannt, wie das Racing im kommenden Jahr sein wird."

Und er verspricht, dass die Boliden nicht alle so aussehen werden wie das vorgestellte Modell: "Am Ende müssen wir unser eigenes Auto designen. Es ist einfach für die Fans, um zu zeigen, in welche Richtung wir alle gehen. Ich kann verstehen, warum sie das gemacht haben."