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  • 23.05.2011 · 09:08

  • von Christian Nimmervoll & Dieter Rencken

Marussia-Virgin: Weiterentwicklung auf Sparflamme

Nächstes Update erst in Silverstone, nur ein Low-Downforce-Paket: Die Aussichten auf eine Steigerung sind bei Marussia-Virgin gering

(Motorsport-Total.com) - Dass Marussia-Virgin noch in dieser Saison wie erhofft Anschluss ans hintere Mittelfeld finden wird, gilt nach dem verkorksten ersten Saisonviertel als höchst unwahrscheinlich. Denn nicht nur, dass der Rückstand im Moment größer als erwartet und selbst HRT manchmal ein echter Gegner ist, läuft auch die Weiterentwicklung auf Sparflamme.

Timo Glock

Timo Glock sollte sich keine allzu großen Hoffnungen auf Besserung machen

"Wir haben nichts Neues für Monaco", gesteht Teamchef John Booth und kündigt an, dass seine Techniker nur ein Low-Downforce-Paket designen werden, anstatt für jede Strecke individuell Teile zu entwickeln: "Wir hoffen, dass unser Kanada-Paket auch für Spa taugt, denn wir können es uns nicht leisten, für beide Strecken eigene Pakete zu entwickeln." Erst nach Monte Carlo, Montreal und Valencia sind Neuerungen geplant: "Unser nächster Schritt ist Silverstone."

Dass Marussia-Virgin auf den erwähnten Stadtkursen, die in den nächsten Wochen bevorstehen, für Überraschungen sorgen kann, glaubt Booth nicht - vielmehr erwartet er ganz normale Rennen. Aber: "Die Strecke, auf der wir immer am schlechtesten waren, schon im Winter, ist hier", so der Brite in Barcelona. "Das macht die Kombination aus Reifen und Asphalt aus. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, warum der Red Bull hier so gut funktioniert."


Fotos: Marussia-Virgin, Großer Preis von Spanien, Sonntag


Profitieren würde der aus dem Formel-3-Team Manor hervorgegangene Rennstall rund um den umstrittenen Technikchef Nick Wirth von einem Verbot der Zwischengas-Mappings für die abgasangeströmten Diffusoren. Denn Marussia-Virgin ist das einzige Team, das noch keine solche Auspufflösung entwickelt hat - wenn man der Behauptung von HRT glauben darf, dass in Greding ein fertiges System bereitliegt, das nur nicht nach Barcelona mitgenommen wurde.

"Es ist die Frage, wie viel die anderen Teams das Zwischengas-Verbot kosten wird", sagt Timo Glock. "Ich glaube, die Topteams haben rund um dieses Thema ihr Auto konzipiert. Es stellt sich die Frage, wie viel sie dadurch verlieren. Deswegen finde ich, dass es für uns kein Nachteil wäre, aber es wird uns auch nicht nach vorne bringen. Es ist kein Vorteil für uns, denn wir sind im Moment da, wo wir sind. Wir haben gewisse Einschränkungen, vielleicht auch motorenseitig."

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