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Marussia: Bianchi auf den Spuren des Großonkels

Jules Bianchi sorgt einmal mehr für strahlende Gesichter in der Marussia-Garage und startet das Rennen in Spa von Platz 14 - Max Chilton mit gutem 19. Startplatz

(Motorsport-Total.com) - Wieder schafft es ein Fahrer aus einem kleinen Team in Spa unter die ersten 16 und wieder ist es Jules Bianchi. Mit dem Ferrari-Junior an Bord schafft es Marussia schon zum dritten Mal in dieser Saison in Q2 und lässt wie im vergangenen Jahr unter schwierigen Bedingungen in Spa vermeintlich größere Teams hinter sich. Max Chilton setzt sich klar gegen beide Caterham-Piloten durch und startet von Platz 19 aus auch vor Esteban Gutierrez im Sauber.

Jules Bianchi

Jules Bianchi gibt am Samstag in Spa eine weitere Bewerbung in Richtung Ferrari ab Zoom

"Der Platzregen kurz vorm Qualifying machte es wirklich schwierig, die Bedingungen richtig einzuschätzen", so der glückliche Teamchef John Booth. "Aber wir haben die Strategie gut hinbekommen und Jules hat eine ausgezeichnete Runde hingelegt. Wir hatten erst ein paar Problem an seinen Bremsen, was es für ihn in der Installationsrunde nicht einfacher machte. Leider hatten wir aber weder die Reifen noch die Zeit, um ihn noch einmal reinzuholen. Seine Runde sah aber gut aus, also entschieden wir, abzubrechen, weil es in Kurve 7 Balance-Probleme gab und er in Kurve 10 einen kleinen Fehler machte."

Nico Hülkenberg im Force India und Pastor Maldonado im Lotus gehörten zu den Opfern in Q1. Bianchi gehörte zu den glücklichen Q2-Teilnehmern: "Ich freue mich wirklich sehr, es wieder in Q2 geschafft zu heben, vor allem, weil es unsere gute Leistung aus dem vergangenen Jahr bestätigt. Ich liebe diese Strecke und sie hat für mich auch persönlich eine Bedeutung, deswegen ist es sehr schön, hier gut abzuschneiden."

Wie die Vorfahren

Der in Nizza geborene Bianchi hat belgische Vorfahren und sein Großonkel Lucien Bianchi hatte in den 1960ern sogar ein paar Formel-1-Einsätze, gewann die 24 Stunden von Le Mans und kannte die Strecke von Spa-Francorchamps auch nur zu gut.

"Ich war ein bisschen überrascht davon, dass wir so ein starkes Qualifying hatten", gibt der 25-Jährige zu. "Die Bedingungen waren für alle schwierig, aber wir sind damit offenbar besser umgegangen, als manche Teams, die sonst vor uns stehen und konnten uns vor einem Lotus, einem Force India und einem Sauber platzieren."

"Ich habe in Kurve 10 sogar einen Fehler begangen, es hätte also sogar noch besser kommen können", so Bianchi weiter. "Ich freue mich auch sehr für das Team und ich hoffe, dass wir diesen Aufschwung jetzt auch mit ins Rennen nehmen können. Das Wetter für morgen lässt sich nicht vorhersagen. Idealerweise würde es trocken bleiben, aber ich denke, uns fehlt es ohnehin noch etwas an Leistung, also werden wir einfach unser Bestes geben, egal bei welchen Bedingungen." Für Bianchi scheint es gerade geradewegs bergauf zu gehen und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, wann der nächste Schritt kommt. Wie schnell wird ein Platz bei Ferrari frei?


Fotos: Marussia, Großer Preis von Belgien, Samstag


Teamkollege Chilton verpasste hingegen die Chance auf einen Einzug in Q2. Der Brite erklärt, warum: "Es war sehr schwierig da draußen und ich bin recht glücklich mit meiner Runde, da ich sie ohne Batterie fahren musste. Ich habe die Energie schon in der Runde zuvor verbraucht, aber da waren die Reifen noch nicht optimal. Beim ersten Versuch war ich nah an Jules dran, also wer weiß, was ohne das Energie-Problem gewesen wäre. Q2 wäre vielleicht möglich gewesen. Aber Jules hat auch wirklich eine super Runde hingezaubert, also Riesenrespekt an ihn! Wir sind immer noch komfortabel vor den Caterhams und ich denke, wir können ein starkes Rennen haben."

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