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  • 28.05.2016 · 20:43

  • von Benjamin Horbelt

Manor: Rote Flaggen stoppen Wehrlein

Die Unterbrechungen in der Monaco-Qualifikation bringen auch das Manor-Team aus dem Takt - Pascal Wehrlein fährt langsamer als Manor-Teamkollege Rio Haryanto

(Motorsport-Total.com) - Am Ende des Tages stehen für Pascal Wehrlein und Rio Haryanto die Plätze 20 und 19 in der Qualifikationstabelle der Formel 1 2016 in Monaco. Kleiner Wermutstropfen: Durch die Unfälle von Max Verstappen und Felipe Nasr stehen in der Startaufstellung noch zwei Boliden hinter den Manor-Fahrern. Pole-Setter Daniel Ricciardo fuhr eine Sekunde schneller und auch die direkte Konkurrenz vor den beiden Piloten scheint fast uneinholbar: Vordermann Jolyon Palmer legte mit seinem Renault auf dem 18. Platz eine 0,7 Sekunden schnellere Rundenzeit hin.

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein freut sich auf sein Monaco-Debüt in der Formel 1 Zoom

Die beiden Unterbrechungen in der Qualifikation brachten den Zeitplan von Pascal Wehrlein völlig aus dem Takt, wie der 21-Jährige erklärt: "Das Qualifying war ein reines Durcheinander mit den ganzen roten Flaggen. Zweimal bin ich auf frischen Reifen auf die Strecke gefahren und jedes Mal wurde die Session unterbrochen. Das ist sehr enttäuschend." Der Deutsche steht damit hinter seinem Teamkollegen in der Startaufstellung, was den Druck nicht kleiner werden lässt.

Rückendeckung kommt von Manor-Renndirektor Dave Ryan: "Q1 war eine ziemlich hektische Angelegenheit, mit nicht nur einer sondern sogar zwei roten Flaggen, was alle Abläufe durcheinandergebracht hat. Während Rio einen einigermaßen guten Lauf hatte und mit seinem Fortschritt zufrieden war, war es Pascal weniger, der neben den Unterbrechungen der roten Flaggen auch mit dem in Monaco üblichen Verkehrsproblemen zu kämpfen hatte."

"Das Qualifying war ein reines Durcheinander mit den ganzen roten Flaggen." Pascal Wehrlein

Vor allem das kleine Manor-Team will von solchen Unfällen aber profitieren, wie Ryan mit Vorfreude auf ein möglichst turbulentes Rennen zugibt: "Wir hatten heute den erneuten Beweis dafür, wie schwierig diese Strecke sein kann. Damit ergeben sich aber auch neue Möglichkeiten, die motivierend für unsere Fahrer sind. Wir werden die beste Strategie finden, um diesem Grand Prix gerecht zu werden."

Für Pascal Wehrlein, der diese Woche Gerüchte der Silly Season über einen angeblichen Mercedes-Wechsel dementierte, sei das Prestigerennen im Fürstentum weiterhin ein absolutes Highlight: "Ich freue mich immer noch auf das Rennen. Es ist mein erster Monaco-Grand-Prix und ich genieße die Herausforderung hier. Wie wir sehen, kann eine Menge passieren. Obwohl mich diese Unfälle heute behindert haben, können uns diese morgen neuen Möglichkeiten eröffnen."

Haryanto kennt die Strecke aus seiner GP2-Zeit, was sich für den Indonesier im internen Teamduell direkt auszahlte. Der 23-Jährige ist mit den Besonderheiten von Monaco vertraut: "Hier zählt jede einzelne Position. Ich starte zwar am Ende des Fahrerfeldes, aber es können sich schnell neue Situationen ergeben, wie man allein an den beiden roten Flaggen in Q1 gesehen hat. Daher werden wir heute Abend schauen, welche Strategie uns im Rennen helfen werden, um auf solche Situationen zu reagieren. Wie wir wissen, kann in Monaco alles passieren. Ich möchte diese Chancen nutzen, um weiter nach vorne zu fahren."