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  • 14.07.2016 · 09:26

  • von Dieter Rencken & Roman Wittemeier

Manor legt nach: "Sind ein ernsthafter Teilnehmer"

Nach dem Punktgewinn durch Pascal Wehrlein im Grand Prix von Österreich 2016 lässt das Formel-1-Team Manor nicht locker: Mit Updates in Richtung Mittelfeld

(Motorsport-Total.com) - Manor kann dank des Punktgewinns durch Pascal Wehrlein im Grand Prix von Österreich 2016 in Spielberg den wichtigen zehnten Rang in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft halten. Die Briten sind somit vor Sauber - und dort will man bleiben. Beim zurückliegenden Formel-1-Test am Dienstag und Mittwoch in Silverstone absolvierten Rio Haryanto und Jordan King wichtige Probefahrten mit neuen Bauteilen, Stammpilot Wehrlein war unterdessen in einem 2014er-Mercedes im Auftrag von Pirelli unterwegs.

Jordan King

Jordan King durfte am Mittwoch 70 Runden im Formel-1-Auto von Manor fahren Zoom

"Das Auto hat sich seit meinem letzten Testeinsatz in Barcelona erheblich entwickelt", weiß King nach seinen 70 Runden am Mittwoch zu berichten. In der Zeitenliste belegte der Brite den zehnten Rang, der Abstand nach vorn war groß. "Wir haben in Ruhe gearbeitet und nicht auf die Zeiten geachtet. Ich hatte keinen Satz Supersofts für eine schnelle Runde. Egal, denn im Team weiß man unsere Leistung zu werten und in Relation zu setzen. Es ist immer schön zu wissen, dass man mit seinem Feedback zur Verbesserung beitragen kann."

"Am Vormittag gab es eher langweilige Versuche bezüglich der Aerodynamik. Es ging mit großen Messgeräten für eine Runde raus und dann wieder rein. Zwischendrin erfolgten immer wieder Anpassungen und teils aufwändige Umbauten. So etwas ist nicht so spaßig, gehört als Entwicklungsfahrer aber zu meinem Job", sagt King. "Am Nachmittag haben wir mehr Runden gedreht, weil wir neue Entwicklungen auf mechanischer Seite an Bord hatten."


Test in Silverstone

Die neuesten Updates sollen Manor auch in den kommenden Formel-1-Rennen vor Sauber halten. Im kleinen britischen Team wird weniger nach hinten geschaut, vielmehr ist der Blick nach vorn gerichtet. "Wir haben gezeigt, dass wir ein ernsthafter Teilnehmer sind und hart arbeiten", meint Renndirektor Dave Ryan. "Wir haben jetzt einen Punkt, aber wir wollen noch mehr Zähler - ein Schritt nach dem anderen. Für die Entwicklung des Teams war dieser eine Punkt erst einmal sehr wichtig."

Rang zehn in der Konstrukteurs-WM sichert Manor weitere Einnahmen aus dem Vermarktungstopf von Bernie Ecclestone. "Wir investieren ohnehin in das Team, das war immer der Plan", sagt Ryan. "Wir planen nicht nur für 2017, sondern auch darüber hinaus. Wir wollen zum soliden Mittelfeldteam werden." Um die notwendigen Schritte zu machen, wird Manor auch den Standort Banbury ausbauen. "Wir werden unsere Möglichkeiten erweitern, man wird es bald sehen."

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