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  • 23.12.2013 · 14:36

  • von Timo Pape

Lotus wünscht sich mehr Respekt und finanzielle Mittel

Gerard Lopez schätzt sein Lotus-Team potenziell als das stärkste der Formel 1 ein, deshalb ärgert er sich über fehlenden Respekt und finanzielle Ungerechtigkeiten

(Motorsport-Total.com) - Lotus-Teambesitzer Gerard Lopez ist der Meinung, sein Rennstall verdient mehr Respekt für seine Leistungen während der Saison 2013 - besonders gemessen an den finanziellen Mitteln, die der Mannschaft aus Enstone zur Verfügung stehen. Lotus hatte in diesem Jahr bis zum Saisonfinale von Sao Paulo noch theoretische Chancen auf die Vizeweltmeisterschaft in der Konstrukteurswertung. Nicht zuletzt aufgrund einer Rückenoperation bei Kimi Räikkönen, durch die der Topfahrer bei den letzten beiden Rennen passen musste, reichte es schließlich "nur" zu Platz vier.

Eric Boullier, Gerard Lopez

Gerard Lopez hadert mit der öffentlichen Resonanz auf Lotus' Leistungen 2013 Zoom

Dennoch war es erneut ein starkes Jahr für Lotus: Neben einem Sieg beim Saisonauftakt in Melbourne reichte es zu 13 weiteren Podiumsplatzierungen, besonders gegen Ende der Saison trumpfte das Team noch einmal auf. Die trotzdem zumeist negativen Schlagzeilen über Lotus, die hauptsächlich in irgendeiner Form mit der finanziellen Situation des Teams zusammenhingen, haben Lopez enttäuscht: "Wir fanden es ein bisschen respektlos, dass die Leute nur über unsere Nöte geschrieben haben, oder wenn andere das dann kommentiert haben", meint er gegenüber 'Autosport'.

"Wir haben um den dritten Platz gekämpft, aber wie die Formel 1 nun einmal ist, wurden wir finanziell nicht dementsprechend behandelt. Und was für uns gilt, gilt für andere Teams genauso. Wir laufen einen 100-Meter-Lauf, starten aber in Wirklichkeit an der 200-Meter-Markierung", wettert der Luxemburger. "Wenn ich dieselbe Summe Geld hätte (wie die Topteams; Anm. d. Red.), dann würde ich einfach mal den Mund halten und nicht alles kommentieren, sondern mich auf meinen Job konzentrieren. Diesen Punkt finden wir lächerlich."

"Wir laufen einen 100-Meter-Lauf, starten aber in Wirklichkeit an der 200-Meter-Markierung." Gerard Lopez

"Wir schlagen Leute, die viel mehr Geld als wir haben und auch viel mehr bekommen", fährt Lopez fort. "Ein kleines bisschen Respekt wäre da einfach nur fair - nicht für uns (als Besitzer; Anm. d. Red.), aber sicherlich für die Mannschaft." Für ihn gehe es in erster Linie um den sportlichen Erfolg: "Wir wollen in der Formel 1 bleiben und erfolgreich sein. Es geht uns nicht einfach nur ums Überleben, dann hätten wir wohl eine ganz andere Motivation." Sportlichen Erfolg hätte möglicherweise Nico Hülkenberg gebracht, nachdem Weltmeister Räikkönen das Team verlassen hat...


Fotostrecke: Die Geschichte des Lotus-Teams

"Einzig und allein aus diesem Grund haben wir uns auf neue Gespräche mit Investoren eingelassen", behauptet Lopez und spielt damit auf den undurchsichtigen Deal mit Quantum an, der keiner war. Lotus wollte unbedingt Hülkenberg als talentierten Fahrer verpflichten. Um den Wechsel perfekt zu machen, brauchte man aber eine Finanzspritze. Quantum stellte sich nach langem Hin und Her jedoch als Ente heraus. So musste Lopez auf Paydriver Pastor Maldonado zurückgreifen. "Wir wissen, dass wir wahrscheinlich eines der besten Teams in der Formel 1 sind, gemessen am Etat sind wir sogar mit Sicherheit die Besten. Wir versuchen, diesen Weg fortzusetzen."

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