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Lotus: Die Formkurve zeigt wieder nach unten

Auch in Österreich reicht es für Lotus wieder nicht zu Punkten - Für Federico Gastaldi sind Pastor Maldonado und Romain Grosjean trotzdem die besten Fahrer des Tages

(Motorsport-Total.com) - Zum Europaauftakt in Barcelona hatte man noch das Gefühl, dass Lotus das schlimmste überstanden hätte. Da holte Romain Grosjean die ersten Punkte des Jahres für das angeschlagene Team, auch beim folgenden Rennen in Monaco sammelte er wieder wertvolle Zähler. Doch nachdem zuletzt in Kanada dann wieder beide Autos ausgefallen waren, schafften Grosjean und Pastor Maldonado auch in Spielberg erneut nicht den Sprung unter die ersten Zehn.

Pastor Maldonado

Pastor Maldonado war an diesem Wochenende schneller als Romain Grosjean Zoom

"Heute war es nicht einfach. Wir hatten während des Rennens verschiedene Probleme und unsere Performance war sowieso nicht so toll, also war es eine ziemliche Herausforderung", berichtet Grosjean, der wegen eines Getriebewechsels aus der Boxengasse startete: "Wir stoppten sehr früh und zogen die weichen Reifen auf, aber leider hatten wir ziemlich schnell Graining, was es für den Rest des Rennens schwierig machte."

"Wenn man sich die Vergangenheit anschaut, dann ist das Team immer wieder zurückgekommen. Dieses Mal ist es wirklich harte Arbeit, aber ich weiß, dass wir alles tun werden, um wieder dorthin zu kommen, wo wir sein wollen", so der Franzose. Nachdem er bereits am Samstag zum ersten Mal in dieser Saison langsamer gewesen war als sein Teamkollege, landete er auch im Rennen zwei Plätze hinter Maldonado.


Fotos: Lotus, Großer Preis von Österreich, Sonntag


"Für mich war es eigentlich ein ziemlich gutes Wochenende", berichtet der Venezolaner, für den der zwölfte Platz das bisher beste Ergebnis dieser Saison bedeutete. Er ergänzt: "Wir haben das Rennen beendet, was positiv ist, und heute das beste aus dem Paket herausgeholt. Wir verlieren in den langsamen Kurven eine Menge Zeit und müssen uns in diesem Bereich verbessern."

"Leider hatten wir bereits früh im Rennen Bremsprobleme, also konnte ich nicht mit den anderen um mich herum kämpfen. Es war trotzdem schön, während des Rennens so nah an den ersten Zehn dran zu sein. Am Ende musste ich Benzin sparen und die Bremsen schonen, um es ins Ziel zu schaffen. Ich denke, dass Silverstone uns besser liegen wird."

Romain Grosjean, Marcus Ericsson

Romain Grosjean startete aus der Boxengasse und kämpfte nur weit hinten Zoom

Auch der stellvertretende Lotus-Teamchef Federico Gastaldi erklärt: "Es gibt heute auch Positives. Beide Autos haben es in diesem schwierigen Rennen ins Ziel geschafft. Pastor und Romain haben das beste aus dem Auto herausgeholt und waren für mich heute die Fahrer des Tages." Das hieße im Umkehrschluss dann aber auch, dass der E22 eigentlich sogar noch viel schlechter ist, als es die Plätze 12 und 14 vermuten lassen.

Chefingenieur Alan Permane fügt hinzu: "Das war in vielerlei Hinsicht ein hartes Rennen. Die Charakteristik der Strecke stellte uns vor eine große Herausforderung und durch die heißen Bedingungen waren wir um die Bremsen besorgt. Wir haben hier sicher eine Menge gelernt und jetzt liegt unser Fokus aus Silverstone, was besser zu unserem Paket passen sollte."