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Lopez sieht Optionen dank dem "sehr guten Auto"

Der Franzose über Schulden, die "ewige Frage" Hauptsponsor, den Motor für 2014 und warum er einem möglichen Räikkönen-Abgang gelassen entgegen sieht

(Motorsport-Total.com) - Gerard Lopez, Vorstandsvorsitzender des Lotus-Teams, sieht sein Team auf dem Vormarsch und ist der Meinung, auch mit einem möglichen Abgang von Kimi Räikkönen für die kommenden Aufgaben gut gerüstet und mit mehreren Optionen ausgestattet zu sein. Zum Motorenpartner für 2014 gäbe es zwar noch nichts Offizielles, dennoch lässt der Franzose durchblicken, dass es wohl mit Renault weitergeht. Bei den Finanzen bestätigt er die zuletzt kolportierten Zahlen.

Gerard Lopez

Gerard Lopez sieht Lotus dank der Auftritte des Teams mit vielen Optionen Zoom

Was die Geldsorgen seines Teams betrifft, bestätigt Lopez die zuletzt geäußerten Spekulationen um die Höhe der Schulden. "Es sind 120 Millionen", bescheinigt der Franzose 'auto motor und sport' und sagt wie schon zuletzt: "Aber das meiste davon schulden wir uns selbst. Vier Fünftel der Schulden gehören Genii, weil wir das Team nicht sponsern sondern über Darlehen finanzieren." Sein größter Wunsch in der Angelegenheit: "Ich will vor allem, dass das Team weiterhin gut finanziert bleibt." Man suche weiterhin nach Partnern, um das Team zu verstärken.

Ende der Saison 2012 war ein Deal mit Coca-Cola-Tochter Burn im Gespräch, doch der dieser kam nie zustande. Als "ewige Frage" bezeichnet Lopez das Thema Hauptsponsor, der etwas zum Budget des Teams aus Enstone beisteuern soll. "Wir wären sehr nah dran, wenn wir uns dafür entscheiden wollten, einen billigen Vertrag zu unterschreiben. Aber wir denken, dass wir von der Performance her eigentlich einen Hauptsponsor brauchen, der richtig gut zahlt. Es wäre schade, jetzt etwas für drei, vier oder fünf Jahre zu unterschreiben, was uns nachher leid tut", so der Franzose.

Lopez sieht Lotus näher an der Spitze

"Wir sind in diesem Jahr auch noch einmal stärker in der Entwicklung geworden." Gerard Lopez

Im sportlichen Bereich sieht Lopez sein Team noch näher an der Spitze, als es bereits in der vergangenen Saison der Fall war. "Ich glaube, wir sind in diesem Jahr auch noch einmal stärker in der Entwicklung geworden. Wir arbeiten momentan an einem Auto mit längerem Radstand. Ich denke, wir sind wirklich gut aufgestellt", zeigt er sich zuversichtlich.


Fotos: Lotus, Großer Preis von Belgien


Dabei betont Lopez, dass man schon zeitig mit der Planungen für die kommende Saison begonnen habe und dennoch den E21 weiterentwickeln möchte. "Wir haben schon sehr früh mit der Entwicklung für 2014 angefangen, weil wir ja sehr eng mit Renault arbeiten. Das wird ein komplett neues Auto. Da läuft die Arbeit wie geplant weiter. Aber 2013 wollen wir auf keinen Fall aufgeben", so Lopez.

"Momentan sind wir bei Renault und es sieht so aus, dass wir da auch weiterfahren." Gerard Lopez

Mit welchem Motor man 2014 an den Start geht, ist dabei allerdings noch nicht bestätigt. Offiziell könne er dazu nichts sagen, bekräftigt Lopez, wenngleich er betont: "Momentan sind wir bei Renault und es sieht so aus, dass wir da auch weiterfahren."

Fährt Lotus auch im kommenden Jahr mit Renault-Power?

"Kimi ist Kimi." Gerard Lopez

Ein Thema, um das er nicht drumherum kommt, ist sein Pilot Räikkönen, aktuell das Kronjuwel auf dem Fahrermarkt der Königsklasse. "Kimi fährt momentan noch für Lotus. Ich habe immer gesagt: Wenn wir ihm das geben, was er braucht, dann sind die Chancen gut, dass er bei uns bleibt. Ob er sich dann überlegt, woanders hinzugehen, oder aufzuhören oder Rallye zu fahren, das weiß man nie", sagt er und fügt hinzu: "Kimi ist Kimi."

Zuletzt beklagte sich der Finne, er habe noch nicht alles von seinem Gehalt auf dem Konto gesehen. Dazu Lopez: "Das ist so zu verstehen, wie er es gesagt hat. Er bekommt ein Basisgehalt und er bekommt eine Punkteprämie", erklärt der Franzose. Der Frage, ob man sich damals bei dem Punkte-Bonus vielleicht etwas verschätzt habe, entgegnet Lopez: "Nein, wir wissen schon, dass Kimi gut ist. Und wir dachten schon, dass er Punkte machen wird. Die Rechnung geht auch für uns insoweit auf, dass die Punkte natürlich auch für die Konstrukteurs Weltmeisterschaft mitzählen. Dadurch kommt bei uns natürlich wesentlich mehr Geld rein, als wir für ihn ausgeben."

Lopez sieht einem möglichen Räikkönen-Abgang gelassen entgegen und zeigt sich selbstbewusst, in diesem Fall gut gerüstet zu sein. "Wir haben ein sehr gutes Auto, da hat man immer Optionen in der Formel 1. Wir stehen Renault sehr nahe und wissen deshalb, dass wir auch für nächstes Jahr ein konkurrenzfähiges Auto haben werden. Von daher gibt es immer Fahrer, die interessiert daran sind, bei uns zu fahren", so Lopez.

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