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  • 28.11.2016 · 10:48

  • von Roman Wittemeier

Lewis Hamilton: Fairer Verlierer mit fehlender Partylaune

Faire Gratulationen und herzliche Umarmungen für den neuen Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg: Lewis Hamilton verlässt den Schauplatz des Finales 2016 mit Stil

(Motorsport-Total.com) - Das ewige Stallduell bei Mercedes mündete am gestrigen Sonntag in ein sagenhaftes Finale in Abu Dhabi. Im letzten Grand Prix der Formel-1-Saison 2016 konnte Lewis Hamilton seinen zehnten Rennsieg des Jahres feiern, Nico Rosberg reichte Rang zwei, um anschließend seinen ersten WM-Titel bejubeln zu können. Bis zum letzten Meter des letzten Grand Prix des Jahres hatte Hamilton alles versucht, musste sich aber anschließend dem Ergebnis beugen. Er sei "stolz auf die Leistung", sagt er.

Nico Rosberg, Lewis Hamilton

Handshake und Gratulation auf dem Siegerpodest: Rosberg und Hamilton Zoom

"Ich habe nochmal alles probiert, vor allem zum Ende hin. Aber Nico hatte ein ganz, ganz sauberes Jahr ohne wirkliche Probleme, wenn man ehrlich ist", so der Brite. "Deswegen ist er nun in dieser Position. Er hat einen tollen Job gemacht, daher gratuliere ich ihm. Weltmeister zu sein, fühlt sich wirklich großartig an. Ich freue mich schon auf den Kampf im kommenden Jahr." Hamilton, der bereits zuvor gesagt hatte, dass er die Saison 2016 auch mit WM-Rang zwei als positiv bewerten würde, präsentierte sich fair.

Nach dem Abstellen der Fahrzeuge im Parc Ferme gab es eine innige Umarmung mit Rosberg, auf dem Siegerpodest nach freundlicher Aufforderung durch David Coulthard noch einmal eine Gratulation und einen Handschlag vor der Weltöffentlichkeit. "Ich möchte mich bei Lewis bedanken. Er hat eine großartige Saison hingelegt. Er war ein super Konkurrent, immer super schnell. Glückwunsch, es ist immer hart, dich zu schlagen", so die Worte des neuen Champions in Richtung seines Stallrivalen.

Triumph über Hamilton macht es ganz besonders

"Es fühlt sich so an, als würde ich schon Ewigkeiten gegen ihn antreten. Er hatte es bisher immer geschafft, einen kleinen Hauch vor mir zu sein, auch als es im Kartsport um Titel ging. Er ist ein toller Fahrer, bestimmt einer der besten in der Geschichte. Das macht es so unglaublich für mich, dass ich ihn schlagen konnte", lobt der Deutsche seinen ärgsten Kontrahenten, mit dem er in Jugendzeiten sogar eng befreundet gewesen war. Der Kuschelkurs ist längst beendet, der gegenseitige Respekt aber doch geblieben.

"Ihm den Titel wegzuschnappen, ist ein phänomenales Gefühl", sagt Rosberg. "Er ist auf einem extrem hohen Level gefahren. Er war ein solch harter Gegner. Am Ende liegen nur fünf Punkte zwischen uns. Das ist doch unglaublich." Der Deutsche stellt seinen Triumph dar, als habe "David Rosberg" gerade gegen "Goliath Hamilton" gewonnen. Ein Zeichen von Respekt, vielleicht auch ein dauerhaftes Friedensangebot?

Nach dem Grand Prix in Abu Dhabi war Hamilton nach den offiziellen Akten im Rahmen des Rennwochenendes schnell vom Schauplatz des Saisonfinales verschwunden. Rosberg ließ es hingegen auf der "Amber Lounge"-Party krachen, gemeinsam mit Familie, Freunden, Teammitgliedern und zahlreichen Piloten aus anderen Teams. Max Verstappen und Daniel Ricciardo feierten ebenso mit wie beispielsweise Nico Hülkenberg, Felipe Massa und Jenson Button. Lewis Hamilton fehlte bei der Feier - verständlich.

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