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Leclerc gibt Fehler zu: Dreher lag nicht am schwierigen Ferrari

Charles Leclerc hat sich das Leben im Qualifying von Barcelona mit einem Dreher schwer gemacht: Der Ferrari-Pilot gibt zu, dass es sein eigener Fehler war

(Motorsport-Total.com) - Das wäre für Charles Leclerc beinahe schiefgegangen. Die um 0,323 Sekunden recht dominant geholte Poleposition gegen Max Verstappen in Barcelona (Formel 1 2022 live im Ticker) erzählt nicht die ganze Wahrheit des Qualifyings des WM-Führenden. Denn seine Polerunde kam unter großem Druck zustande, nachdem er sich auf seinem ersten Q3-Versuch gedreht hatte.

Charles Leclerc (Ferrari F1-75) im Training zum Formel-1-Rennen in Spanien 2022

Charles Leclerc machte sich das Leben selber schwer Zoom

Die Schikane wurde dem Monegassen zum Verhängnis, sodass er ohne Zeit wieder in die Box abbog und nur als Zehnter in die entscheidende Runde ging. "Es war eine gute Runde, aber ich habe in Kurve 14 gepusht und das Heck verloren", erklärt der Ferrari-Pilot. "Von daher war der Druck vor dem letzten Run noch einmal höher, denn du hast nur eine Chance."

Den Fehler in der Schikane nimmt er dabei auf seine Kappe: "Ich habe die Hinterräder leicht blockiert, also bin ich etwas zu weit rausgekommen. Ich wollte dann aggressiv in die Kurve fahren und habe das Heck verloren", schildert er.

Das habe auch nichts damit zu tun, dass der Ferrari F1-75 ein besonders schwierig zu fahrendes Auto wäre. "Nein, ich denke nicht, dass es besonders schwierig ist", winkt er ab. "In Miami habe ich einen Fehler gemacht, ansonsten gab es aber keine großen Fehler. Heute habe ich einfach zu viel probiert, und das war mein Fehler. Das hatte nichts mit dem Auto zu tun."

Auch den Reifen möchte er für seinen Fehler nicht die Schuld geben, auch wenn sie ziemlich überhitzt gewesen seien: "Ich hatte das Gefühl, dass es mehr Grip gibt als zuvor, weil ich seit Q1 keinen neuen Satz hatte. Die Evolution der Strecke war sehr groß, und ich habe es einfach versucht", sagt er.

"Die Reifen waren stark überhitzt, aber ich denke nicht, dass es da eine Ausrede gibt. Ich wollte einfach zu viel und habe es verloren."

Das verschaffte ihm vor dem entscheidenden Run eine schwierige Ausgangsposition: "Ich wollte noch einmal die gleiche Runde fahren, nur ohne den Fehler", so Leclerc. Und tatsächlich lief es für ihn auch gut, bis er auf Kurve 14 zufuhr. "Ich wollte dann etwas früher bremsen. Ich wusste, dass ich auf einer guten Runde bin", erzählt er.


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"Vielleicht wäre da noch etwas drin gewesen, aber nicht viel. Ich war mit meiner Runde sehr zufrieden", sagt der Ferrari-Pilot weiter. "Das Auto war fantastisch. Es gab einige Momente in schnellen Kurven, aber abgesehen davon war es in mittelschnellen und langsamen Kurven sehr gut. Ich bin sehr glücklich über meine Runde und darüber, dass es bei meiner einzigen Chance geklappt hat."

Für Leclerc, der im teaminternen Qualifying-Duell mit Carlos Sainz 6:0 führt (zur Übersicht der Qualifying-Duelle 2022), war es bereits die vierte Poleposition im sechsten Rennen. Alle Grands Prix in dieser Saison hat er aus der ersten Reihe begonnen.

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