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Lauda über Hamiltons Entourage: "Lewis, lass alle zu Hause!"

Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender Niki Lauda erzählt, wie er Lewis Hamilton belehrt hat - Sein Rat war Teil des Erfolgs, so der Österreicher

(Motorsport-Total.com) - Da wären zum einen Roscoe und Coco, dann noch Freundin Nicole Scherzinger, Vater Anthony, Bruder Nicolas, Freunde aus der Glitzer-und-Glamour-Welt, der eigene Manager und so weiter...Mercedes-Pilot Lewis Hamilton und seine große Entourage bei Formel-1-Rennen. Familienzusammenhalt schön und gut, aber dabei verliert man schnell den Fokus auf das Wesentliche. Das weiß auch Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender Niki Lauda.

Lewis Hamilton, Niki Lauda

Zurechtgewiesen: Weltmeister Lewis Hamilton mit seinem Chef Niki Lauda Zoom

In der Sendung "Frühstück bei mir" auf dem österreichischen Radiosender 'Ö3' erzählt Lauda über seine Kritik an Hamiltons großem Anhang: "Er war schon im Vorjahr mit einer relativ großen Begleitmannschaft unterwegs, was ihm wahrscheinlich das Leben leichter gemacht hat an den Rennwochenenden."

Doch das gefiel seinem Chef eher weniger. Denn bei Testfahrten im vergangenen Jahr erlebte Hamilton eine schlaflose Nacht: "Als er dann bei den Testfahrten auch noch seine Hunde mitgehabt hat und er mir erklärt hat, dass er um vier Uhr früh in seinem Motorhome aufstehen musste, weil der eine Hund gekotzt hat, habe ich mir gedacht, das kann nicht gutgehen, wenn der jetzt mit den Hunden zu den Rennen kommt."

"Lass alle zu Hause, komm nur mit deinem Trainer und konzentriere dich." Niki Laudas Rat an Lewis Hamilton

Pragmatisch, wie man den dreimaligen Weltmeister kennt, brachte er das Thema bei einem Treffen mit Hamilton zur Sprache. "Ich habe mit ihm dann eine Diskussion darüber geführt und gesagt: 'Wenn du Weltmeister werden willst, dann musst du dich hundert Prozent fokussieren. Mein Rat wäre - so wie ich es damals gemacht habe: Lass alle zu Hause, komm nur mit deinem Trainer und konzentriere dich.' Er hat mich daraufhin unmissverständlich kritisiert", erzählt der 65-Jährige.

Doch seine Worte haben bei dem Briten Eindruck hinterlassen, denn "ab dem ersten Rennen in diesem Jahr ist er alleine gekommen, nur mit seinem Trainer. Und ist jetzt mit elf Siegen Weltmeister geworden." Bei seinem Sieg in Abu Dhabi war seine Familie wieder mit dabei, obwohl Hamilton von dem Besuch ursprünglich nichts wusste.

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